Lobenberg: Der schwarze Herrgott liegt ganz nah an der Pfalz, wir sind also im südlichen Rheinhessen, in der Nähe des Donnersberg. Hier findet man ein sehr steiniges und steiles Terroir. Es entstehen sehr tiefgründige Weine, die zugleich sehr tänzelnd sind und von einer schwebenden Eleganz getragen werden. Der Wein zeigt sich sehr puristisch. Schon in der Nase ist er der schlankeste der Großen Gewächse dieses Weinguts. Sehr kühl und steinbezogen. Feiner reduktiver Schleier zunächst, nicht ganz diese hochdramatische Spannkraft des 21ers ausstrahlend, sondern dichter und irgendwo auch konzentriert, aber dennoch fein bleibend. Dahinter ganz helle Steinobstaromatik mit feiner Zitrusfrucht, auch Orangenöl und dezent florale Akzente von weißen Blüten. Der Mund dann richtig Schubkraft aus der reifen Säurestruktur, die durchaus präsent ist, aber eben nicht so auf dramatischer Kargheit laufend wie die 21er, sondern alles runder und geschliffener. Zieht dennoch schon ordentlich an den Backen mit diesem kalkigen Grip und dem ungeheuerlichen Salzdruck. Aber es ist eben auch unglaublich abgeschliffen, präzise, fokussiert, geschmeidig. Und er braucht Zeit, er braucht sicher viel mehr Zeit als andere GGs aus dem gleichen Haus. Und er hat auch mehr Größe, ist jedoch viel extremer ausgeprägt, nicht so zugänglich. Aber schon ganz großer Stoff, keine Frage. 98-99+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2030–2053
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 98–99+/100
Lobenberg in Wiesbaden: 99–100/100
Decanter: 97/100
Suckling: 96/100
Vinum: 19/20
Parker: 96/100
Deutschland, Rheinhessen
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Battenfeld-Spanier & Kühling-Gillot, Oelmühlstraße 25, 55294 Bodenheim
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