Lobenberg: Der weiße »Breisgauer« ist quasi Julian Hubers neue Visitenkarte, die logische Fortsetzung seiner Idee sich noch mehr auf die Herkunft zu fokussieren als auf die Rebsorte. Gleichzeitig der perfekte Einstieg in Hubers enorm spannende, burgundische Stilistik. Mit dem 21er Jahrgang verschwindet der reine Grauburgunder daher auch komplett, im Malterdinger haben wir fortan keinen Weißburgunder mehr. Diese Anteile Weiß- und Grauburgunder fließen nun je hälftig in diese Cuvée, die damit auch die für den Breisgau typischen Rebsorten repräsentiert. Ausbau genauso wie bei allen anderen Weißweinen von Huber überwiegend im Barrique mit rund 30 Prozent Neuholzanteil. Wunderbar feine, leicht reduktive und vor allem steinig-kühle Nase. Feuerstein, Gesteinsmehl und etwas Rauch, darunter helles Steinobst, gelber Apfel, Mandel und eine ganz zarte Blumigkeit. Am Gaumen karg, straff und zupackend mineralisch, dabei aber doch auch unglaublich saftig und animierend. Nicht ganz so puristisch wie Julians Chardonnays, hier kommt die etwas gelbere, reifere Frucht vom Grauburgunder schön durch, gibt etwas Fett und Schmelz. Die Säure ist dennoch einschneidend, der Wein ultraklar und präzise, zeigt die Dramatik des kühlen Jahrgangs. Wenn man den Malterdinger als Pendant zu einem Bourgogne Village sieht, dann hat das hier am ehesten die Charakteristik eines zupackenden Aligoté von alten Reben. Lang ausklingend in reifer Zitrone, Kräuterwürze, feinem Salz und dezentem Hefeschmelz. Nicht nur ein toller und konsequenter Schritt weiter in Richtung Herkunftsprofil, sondern eben auch so ein unfassbar großartiger Einstieg. 93+/100
Grauburgunder, Weißburgunder
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2031
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 93+/100
Parker: 92/100
Falstaff: 91+/100
Suckling: 91/100
Deutschland, Baden
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Bernhard Huber, Heimbacher Weg 19, 79364 Malterdingen, DEUTSCHLAND
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