Lobenberg: Rottland ist eine der Nachbarlagen des Schlossberg in Rüdesheim, er erstreckt sich sehr prägnant direkt oberhalb der Stadt. Enorm Steil, teilweise terrassiert und mit überwiegend sehr kargem Schieferboden. Handlese und Spontanvergärung sind hier ebenso Standard wie der Ausbau im großen deutschen Holz. Das ist der älteste Weinberg des Gutes. Und die Konzentration und Power die hier aus den alten Reben kommt ist schon erstaunlich. Die Nase ist glockenklar, riecht intensiv nach reifen Pfirsichen und Aprikosen, Zitronengras und Quitte. Tolle Spannung zwischen dieser sehr reifen Steinobstfrucht von Rüdesheim und der intensiven Mineralität der alten Reben des Rottland im Speziellen, die den Wein trägt und so animierend macht. Der Rottland ist rund und geschmeidig, dennoch fordernd und rassig, schon ein typischer Rheingauer eben, mit viel Grip und Zug. Das gibt dem Riesling aus den ältesten Reben einen unheimlichen Zug hinten raus und verschlankt den reichhaltigen Körper ungemein. Eine Balance der höheren Art. Wer das Feinsinnigere, Elegantere sucht, der sollte lieber zum Roseneck greifen, aber der Rottland 1960 ist klar der druckvollere und größere Wein. Aber am Ende ist es reine Geschmackssache. Finesse hat er der Rottland ja auch, aber eben mit viel mehr Schub und Substanz ummantelt. 95-97/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2052
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–97/100
Deutschland, Rheingau
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Bischöfliches Weingut Rüdesheim GmbH, Marienthaler Str. 3, 65385 Rüdesheim, DEUTSCHLAND
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