Lobenberg: Typisch für diesen rötlicheren Schiefer von Longuich ist diese aromatische, druckvolle Würze, wie man sie auch im Ürziger Würzgarten finden. Allerdings schwenkt genau in diesem Weinberg der Boden auf einen bläulicheren Schiefer um. Der Wein trägt sowohl die charmante Würze des Rotschiefers als auch die herbe Eleganz des Blauschiefers in sich. Gerade auf dem intensiveren Rotschiefer ist der Lesezeitpunkt ganz entscheidend laut Christopher Loewen. Man muss aufpassen nicht in die Überreife zu kommen, das gab es früher an der Mosel einfach nicht. Obwohl 2022 ein warmes Jahr war, spürt man diesem Wein keinerlei Hitze an. Er wirkt geschliffen, hat auch minzige und grapefruitige Anklänge, dann kommt etwas mehr Bitterorange, Orangenblüte, Pfirsich. Späte Lese, goldgelbe Trauben, aber moderate Mostgewichte und entsprechend schlanker Alkohol. Das ist schon verblüffend aus diesem heißen Sommer kommend. Der Herrenberg ist immer unglaublich aromatisch, ist immer etwas wärmer in seiner Aromatik und der Textur als der sehr karge Steinwein Laurentiuslay. Langer und intensiver, wunderbar samtiger Ausklang. Charmant und saftig elegant, mit schönem Geradeauslauf trotz seiner etwas wärmeren Auslegung.. Der Maximin Herrenberg ist früh zugänglich, macht schon aus dem Fass richtig Spaß. Er lässt einen ein Stück tiefer in den Sessel rutschen mit seiner Harmonie, ist nie anstregend oder zu fordernd, was in 2021 durchaus eine Seltenheit ist. Ein wirklich traumhaft schöner Riesling. 95-96/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2043
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–96/100
Suckling: 95/100
Falstaff: 94+/100
Mosel Fine Wines: 93/100
Galloni: 93/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Carl Loewen, Matthiasstraße 30, 54340 Leiwen, DEUTSCHLAND
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