Lobenberg: 55% Merlot, 38% Cabernet Franc, 7% Cabernet Sauvignon. Hohe Pflanzdichte und komplett biologisch bearbeitet, sogar organisch zertifiziert. Erntezeitpunkt war vom 19. September bis 6. Oktober. Die Weinberge sind dicht gepflanzt und überwiegend Selection Massale aus eigenen Reben. Stephan Neipperg versucht, anders als viele Biowinzer, auch die Einbringung von Kupfer drastisch zu reduzieren. Die Einbringung pro Hektar und Jahr ist hier inzwischen auf unter 1,4 Kilo, was ein extrem geringer Wert ist, bisher ein unvorstellbar tiefer Wert und weniger als die Hälfte der bisher besten Biowinzer. Es ist bekannt, dass in Bio und in der Biodynamie Kupfer erlaubt ist, aber dass er in Wirklichkeit die Fruchtbarkeit der Böden und der Pflanzen und Tiere sowie die Schalenstruktur der Beeren stark beeinträchtigt. Kupfer führt zu mehr Botrytis und die phenolische Reife der Kerne und die Alkoholgrade weichen immer stärker von einander ab. Die Konsequenz ist bekannt, z.B. auch in der südlichen Rhône. Die Weine brauchen dort teilweise 15-16% Alkohol um überhaupt in Kern und Schale phenolisch reif zu sein. Diese Umstellung in der biologischen Arbeit ist der wirkliche Bioweg der Zukunft. Weg vom Kupfer, hin zu einer besseren Harmonie. Spritzmittel gegen Botrytis konnten unterlassen werden, sie verdünnen die Beerenhaut und schaffen Dysbalancen zwischen phenolischer und alkoholischer Reife. Wir kommen hier zu einer deutlich besseren phenolischen Reife bei gleichzeitig moderatem Alkohol von nur 13,5%. Der Ertrag liegt bei etwas über 35 Hektoliter pro Hektar. Der Untergrund ist Sand, Lehm und Argilo Calcaire, also auch deutliche Kalkeinsprengsel. Insgesamt ist es ein gutes Terroir, gilt aber nicht als das Beste. Neipperg brauchte bisher in der Vergangenheit immer gute Jahrgänge um hervorragende Weine zu erzeugen, in schwachen Jahren war es hier schon mal grenzwertig. Der 15er kommt aber leuchtend rüber mit einer Strahlkraft, wie ich sie in diesem Weingut bisher noch nicht hatte, auch weil er gleichzeitig so ultrafein ist. Eine dichte Wolke von reifer Zwetschge, ein Kirsch-Potpourri, feine schwarze Waldbeeren, Wachholder, Cassis, Maulbeere im Mund, dunkel und trotzdem ultrafein, die Tannine sind unvorstellbar geschliffen. Immer seidig und viel Charme zeigend. Beim zweiten und dritten Verkosten wird der Wein immer feiner. Die Nase verliert die reife Zwetschge und geht zu sehr einer feinen, ätherisch-schwarzen Kirsche über. Schöne blumige Nase mit Veilchen und deutlicher Einfluss von der Cabernet Franc. Im Mund ist er ein wirklicher Tänzer mit so viel Feinheit und nichts Grobem, was es hier in schwachen Jahren durchaus mal geben kann, sondern einfach poliert, fein und lang. Vielleicht fehlt der letzte Kick um zu den Top-Ten der Appellation zu gehören, aber für mich ist er der beste Canon la Gaffellière meiner Verkostungsgeschichte. Extrem feiner, balancierter Stoff mit toller, frischer, wunderbarer Säure. Das Famose ist die superbe Eleganz mit gleichzeitig großer Tiefe. Der Wein ist aber nicht konzentriert, sondern nur natürlich tief, lang und nachhaltig. 97-98+/100
Merlot 55%, Cabernet Franc 37%, Cabernet Sauvignon 8%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2048
Verpackt in: 12er OHK
Lobenberg: 97–98+/100
Parker: 97/100
Galloni: 97/100
Suckling: 96–97/100
Gabriel: 19/20
International Wine Report: 96/100
Wine Cellar Insider: 96/100
Jeb Dunnuck: 95/100
Gerstl: 19+/20
Winespectator Top100: 2. Platz
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Canon La Gaffeliere, , 33330 St. Emilion, FRANKREICH
In der 12er Original-Holzkiste erhältlichq
Wenn Sie 12 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
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