Lobenberg: Cheval Blanc besteht 2022 aus 53 Prozent Merlot, 46 Prozent Cabernet Franc und ein Prozent Cabernet Sauvignon. Es gibt 2022 keinen Zweitwein. Der Alkoholgehalt liegt bei vergleichsweise niedrigen 13,9 Volumenprozent. Pierre-Olivier Clouet, der Headwinemaker und neben Pierre Lurton Assistant Director hat uns nochmal ganz klar erklärt, was das Geheimnis des Jahrgangs 2022 ist: Die Assimilation, also der langsame Start mit Wärme und Trockenheit, die sich dann durch das ganze Jahr zogen. Einige unterbrechende Regenschauer kamen glücklicherweise dazu. Wenn die Reben sich nicht langsam an diese extremen Bedingungen hätten gewöhnen können, dann hätte es eine Katastrophe werden können. Er sagt, dass man das auf keinen verallgemeinern könnte für die Zukunft, denn nur durch diese langsame Assimilation wurde ein extrem schwieriger Jahrgang wie 2003 vermieden, in dem ein Peak in der Mitte zum absoluten Stillstand führt. 2022 gab es keine Notwendigkeit für Winemaker einzugreifen – alles lief durch die Natur gesteuert. Langsamer Angang, alles wurde reif. Egal ob man mit Rappen oder ohne vergoren hat, ob man Bio macht oder nicht, teuer oder billig – er sagt, 2022 haben die Reben alles gemacht. Und das Ergebnis war für alle Preisgruppen und Weinarten ähnlich – homogene, balancierte Weine. So ist natürlich auch Cheval Blanc. Die allgemeine Ableitung daraus für 2022: Es ist ein extrem harmonisches Jahr, aber es ist in der Gleichförmigkeit der hohen balancierten Qualität natürlich auch ein klein wenig Langweilig. Es gibt einfach keine totalen Aussetzer in Härte und Sprödigkeit. Selbst Weine für 15 oder 20 Euro sind extrem balanciert und köstlich. Die Frage ist dann: Warum 500 ausgeben?! Unterschiede gibt es natürlich, aber in Summe ist es über alle Preisgruppen hinweg ein extrem balancierter und homogener Jahrgang. Alle Weine haben eine reiche, satte Frucht mit seidigen Tanninen. Ein Jahrgang für hochqualitative Uniformität. So zeigt sich Cheval Blanc sicherlich als Primus Inter Pares, aber nicht ganz anders als viele andere Weine mit dieser extrem schönen Balance und Harmonie, mit der wunderschönen Kirschfrucht. Feine Salznote darunter und Mineralität, aber alles in sich verwoben. Schick schon in der Nase! Sehr schöner Grip im Mund mit Schlehe und Sauerkirsche, Himbeere von der Cabernet Franc. Das Ganze mit guter Frische unterlegt und Säure. Der Wein hat durchaus Biss und was sicher ist: In 20, 25 Jahren wird das ein genialer, legendärer Wein sein. Aber das gilt eben für viele Weingüter in diesem Preis- und Punktbereich. So wie 1959, 1961, 1982, so wie 1990 und vielleicht 2016, so wird in einer ganz anderen Ausprägung auch 2022 irgendwann eine Legende werden. Denn dass sich diese Wetterkonditionen in dieser Wärme und Trockenheit wiederholen ist sicher. Dass sie sich aber in dieser langsamen Assimilation mit diesem perfekten Frühjahr, um die Reben zu gewöhnen, nochmal zeigen wird, ist doch sehr fraglich. Deshalb bleibt 2022 schon ein herausragendes Jahr. 100/100***Die Besonderheit von Chateau Cheval Blanc ist die Lage, das Terroir. Wie das auch beim Nachbarn Jean Faure genauso zum Ausdruck kommt. Wir haben einen Untergrund komplett aus Lehm mit Aktivkalk. Darüber ein sehr hoher Kies-/Sandanteil. Aber 60% ist Lehm, 40% Kies und Sand. Kies und Sand macht die Feinheit aus. Der Lehm hält das Wasser.
Merlot 53%, Cabernet Franc 46%, Cabernet Sauvignon 1%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2034–2080
Verpackt in: 6er OHK
Lobenberg: 100/100
Quarin: 100/100
Falstaff: 100/100
Suckling: 99–100/100
VVWine: 99–100/100
Terre de Vins: 99–100/100
Weinwisser: 99–100/100
Galloni: 98–100/100
Decanter: 98–100/100
Gerstl: 20+/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Cheval Blanc, , 33330 Saint Emilion, FRANKREICH
In der 6er Original-Holzkiste erhältlichq
Wenn Sie 6 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
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