Lobenberg: Figeac 2021 besteht aus 29 Prozent Merlot, 31 Prozent Cabernet Franc und 40 Prozent Cabernet Sauvignon. Der Alkoholgehalt liegt bei 13 Volumenprozent. Extrem verführerisches, fast erotisches Kirschbukett. Man ist das fein! Sooo seidige Herzkirsche mit kühler Minze, die erfrischend die Nase hochzieht. So immens feine, hochelegante, burgundische Nase. Unglaublich schick und nobel, rote und schwarze Kirsche wechseln sich ab. Nichts ist hier überkonzentriert, einfach tänzerisch aber mit genialer Tiefe. So in sich stimmig, ruhig und balanciert. Granatapfel und Orangenschale, ein Hauch helle Lakritze und Nelke kommen dazu. Am Gaumen dann so eine immense Präzision, Sauerkirsche, Schwarzkirsche, viel salziger Grip. Geniale Komplexität aus druckvoller Frucht und klirrender Mineralität. Hoher Spannungsbogen, wirklich vibrierend. Transparent rotfruchtig, erfrischend und trinkanimierend. Das ist wirklich großer, finessenreicher Stoff, für mich auf einem Level mit Cheval Blanc, vielleicht sogar noch einen Hauch zarter, charmanter, süßer. Wunderbar balanciert und trinkig. Macht in dieser extrem feinen, hedonistischen Art schon jetzt in der Jugend so unglaublich viel Freude. Wine of the vintage?! Zumindest am rechten Ufer. 98-100/100***Figeac liegt auf einem 40-Hektar-Kiesplateau, vis-à-vis Cheval Blanc. Es gibt knapp 100.000 Flaschen Gesamtproduktion auf Figeac. 70 Prozent der Fläche wird organisch bewirtschaftet und ist zertifiziert als umweltschonend. Diese Zertifizierung – ohne in die strenge Demeter-Knechtschaft zu gehen – nimmt in Frankreich stark zu. 2021 ist der er Jahrgang, der in den neuen Kellern von Figeac vinifiziert wurde. Spontane Vergärung, der Ausbau in 100 Prozent neuen Barriques. Ab Ende 2022 wahrscheinlich Aufstieg zum 1er Grand Cru Classe A. ***Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.
Cabernet Sauvignon 40%, Cabernet Franc 31%, Merlot 29%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2031–2071
Verpackt in: 6er OHK flach
Lobenberg: 98–100/100
Yohan Castaing: 97–99+/100
Jane Anson: 97/100
Decanter: 97/100
Revue du Vin de France: 96–97/100
Rene Gabriel: 19/20
Neal Martin: 95–97/100
Jeff Leve: 95–97/100
Jeb Dunnuck: 95–97/100
Parker: 94–97/100
Gerstl: 20/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Figeac, , 33330 St. Emilion, FRANKREICH
In der 6er Original-Holzkiste erhältlichq
Wenn Sie 6 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
Kommentar