Lobenberg: Die Assemblage von Poyferré in 2021: 60 Prozent Cabernet Sauvignon, 26 Prozent Merlot, 9 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Petit Verdot. Der Wein hat 13 Volumenprozent Alkohol und einen pH-Wert von 3,84. 2021 gab es sehr geringe Erträge von nur 24hl/ha. Hocharomatische Nase von Schattenmorelle, Zwetschge und viel saftiger Süßkirsche. Auch Brombeere und Himbeere, ein Hauch Walderdbeere und hellste Lakritze. Riecht erstaunlich reif, aber mit toller Frische und leicht rotbeerigen Merlot-Nuancen dahinter. Wir haben hier einen wunderbar klassischen Saint-Julien. Etwas schicker noch, etwas stylischer, burgundischer, abgehobener als Barton. Zwar mit einer ähnlichen Saftigkeit, ähnlichem Fruchtdruck, aber Poyferre ist einfach nochmal eine Spur vibrierender, geschliffener, ja burgundischer. Strahlt etwas mehr von dieser hellen Mineralität aus, während Leoville Barton immer mehr in diese kraftvolle, sattere Frucht geht. Wir haben hier einfach mehr Spannung aus dieser feinen, kreidigen Salzigkeit. Ich mag diese klare, pure Ader. Sehr, sehr schön! Nicht weit hinter Ducru, perfektes aber ungewohnt abgehobenes, super-hedonistisches, ätherisches Saint Julien. Zusammen mit Ducru der burgundische Superstar der Appellation! 97-99+/100 *** Zu Zeiten der französischen Revolution war Léoville das größte Weingut im Médoc. Mittlerweile ist es dreigeteilt (Poyferré, Barton, Las Cases). Seit 1920 ist Château Léoville Poyferré im Besitz der Familie Cuvelier und wird seit 1979 von Didier Cuvelier geleitet, der sich die Unterstützung von Michel Rolland gesichert hat. Wir finden hier kiesdurchsetzten Sandboden. Léoville Poyferré ist häufig der burgundischste der drei Léovilles. Oft unterschätzt, oft gleichwertig oder gar besser als Las Cases. Trotzdem preiswerter, immer etwa auf dem gleichen Level mit Barton wenngleich immer burgundischer.***Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.
Cabernet Sauvignon 60%, Merlot 26%, Cabernet Franc 9%, Petit Verdot 5%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2031–2065
Verpackt in: 6er OHK
Lobenberg: 97–99+/100
Rene Gabriel: 19/20
Suckling: 96/100
Weinwisser: 95–96/100
Jane Anson: 95/100
Decanter: 95/100
Jeb Dunnuck: 94–97/100
Yohan Castaing: 93–95/100
Galloni: 93–95/100
Jeff Leve: 93–95/100
Gerstl: 19+/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Julien
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Leoville Poyferre, , 33250 Saint Julien-Beychevelle, FRANKREICH
In der 6er Original-Holzkiste erhältlichq
Wenn Sie 6 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
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