Lobenberg: 51 Prozent Cabernet Sauvignon, 45 Prozent Merlot und vier Prozent Petit Verdot. 14 Volumenprozent Alkohol. Nach dem Alter Ego probiert, fällt auf, dass der Erstwein mit einer wahnsinnigen Wucht in der Nase rüberkommt. Aromatisch, dicht und reich – wow! Man wird ins Glas gezogen. Überwältigend in der Aromatik… Satte Holunder und Schwarzkirsche, aber auch rote Kirsche. Das Ganze mit Veilchen und Rosenblättern unterlegt. Schwebend und doch so reich. So wahnsinnig opulent! Im Mund kommt dann ungewöhnlich viel Grip dazu. Salz und nochmal Salz, dazu Blumen. Floral bis in den letzten Winkel! Das Ganze ist mit heller Lakritze unterlegt, mit Nougat, aber es bliebt sehr fein und läuft immer weiter in dieser extrem hohen aromatischen Intensität. Ein Kracher in Finesse, aber auch mit allen Reglern nach rechts. Trotzdem bleibt es unglaublich fein. Großer Stoff und völlig anders als Château Margaux. Grandios – zwei Weine der gleichen Klasse in einer Appellation und in direkter Nachbarschaft! 100+/100***Obwohl Chateau Palmer offiziell nur ein 3ème Cru ist, liegt er qualitativ oft weit darüber. Seit 2014 ist Palmer Demeter zertifiziert. Das Château umfasst 66 Hektar. Ein Drittel davon ist immer für den Erstwein Palmer reserviert, ein Drittel für den Zweitwein Alter Ego und beim letzten Drittel wird jedes Jahr entschieden, ob Erst- oder Zweitwein – je nach Qualität. Das Durchschnittsalter der Reben für den Erstwein Palmer liegt bei 45 bis 50 Jahren. Die Reben für den Alter Ego sind durchschnittlich 35 bis 40 Jahre alt. Im Keller wird alles spontan im Edelstahl fermentiert. Inzwischen wird hier komplett schwefelfrei vergoren, erst nach der Malo folgt die Zugabe. Eine Methode, die sich bei Biodynamikern immer mehr durchsetzt und die einfach die Frucht deutlich sauberer erhält. Es wird komplett entrappt. Im Weinberg ist Château Palmer bei einer Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar angekommen. Das Ziel von unter 500 Gramm pro Pflanze ist locker erreicht. Wir sind inzwischen bei deutlich unter 500 Gramm und sie haben zwei Hektar im Besitz, die mit 20.000 Pflanzen bestückt sind, bei gleichem Gesamtertrag je Hektar. Das heißt, wir kommen dort auf nur 3 kleine Träubchen und ein Gesamtgewicht von unter 300 Gramm pro Pflanze. Das Ziel ist eigentlich nicht der Hektarertrag, sondern der Ertrag pro Pflanze. Und diese 300 Gramm pro Pflanze entsprechen in etwa dem gleichen Extremismus eines Roberto Voerzio, der in Barolo praktiziert, oder eines Dominique Leandre Chevalier an den Côtes de Blaye. Chateau Palmer hat zwar später angefangen mit der Biodynamie als Pontet Canet, aber in Bezug auf Ertrag pro Pflanze und ambitionierter Zielsetzung ist Palmer im Médoc vielleicht sogar ganz vorne.
Cabernet Sauvignon 51%, Merlot 45%, Petit Verdot 4%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2035–2080
Verpackt in: 3er OHK
Lobenberg: 100+/100
Revue du Vin de France: 99–100/100
Quarin: 99/100
VVWine: 98–100/100
Falstaff: 98–100/100
Gerstl: 20+/20
Frankreich, Bordeaux, Margaux
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Palmer, , 33460 Cantenac, FRANKREICH
In der 3er Original-Holzkiste erhältlichq
Wenn Sie 3 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
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