Lobenberg: Mein liebster weißer Bordeaux seit Jahren, weil er so klar ist, so rein und trotzdem Größe zeigt. Gleichwohl überfordert er nicht (oder nur ein bisschen ;-) ) sondern bleibt extrem trinkig. 90 Prozent Sauvignon Blanc, fünf Prozent Sauvignon Gris, fünf Prozent Semillon. Zu 50 Prozent in neuen Barriques vergoren. Keine Amphoren, Fuder oder Beton. Der Ausbau erfolgt dann auch zur Hälfte im neuen Barrique, zur Hälfte im gebrauchten Barrique. Ich bin gespannt: 2018 ist den Cathiards schon die Quadratur des Kreises geglückt, in einem heißen und mediterranen Jahr diese wahnsinnige Frische zu schaffen. Sie resultiert aus einem Stillstand der Reben in der heißesten und trockensten Phase des Jahres. Das hat die Säure und Frische bewahrt. Die Nase – und das ist bei dieser Cépage kein Wunder – wird eindeutig von der Sauvignon Blanc dominiert. Trotz des hohen Einsatzes von Neuholz gibt es aber keine Vanilligkeit, kein Buttrigkeit, sondern nur Sauvignon Blanc, wie sie von der Loire kommen. Von den besten Erzeugern in Pouilly Fumé und Sancerre. Wir haben keinerlei Stachelbeere, schon ein wenig Gras, aber hauptsächlich Zitronengras als Dominante der Nase. Dahinter Limette, ein wenig Quitte, eine schöne frische Granny Smith-Apfelnote und eine salzige Kalksteinmineralität. Viel Stein, viel harter Granitstein, kommt mit in die Nase. Ein ganz leichter Hauch Jasmin unter dem dominanten Zitronengras und dem Limettenabrieb. Erst langsam kommt ein kleiner Hauch Aprikose und Pfirsich, aber eher weißer Pfirsich. Schon die Nase ist ein kleines Wunderwerk. Der Mund ist aber klar reicher als die Nase. Zu viel? Hier kommt zuallererst richtig viel Salz und Stein und für einen Weißwein ungewöhnlich: Süßholz und weiße Schokolade. Viel Druck, viel süße Blumigkeit im Mund. Jasmin, Mango, Papaya, extrem hochreife Melone, süß-salzige grüne Limette und kandierte Früchte. Ein richtiger Blockbuster im Mund und das ganz ohne Fett und dichtes Holz. In der Nase kommt dann im zweiten Ansatz Aprikosenkern und Marzipan, Reineclaude. Fast tanninreich verbleibend, mit Salz und Süße, mit Marzipan und Lakritz. Fast ein wenig Eukalyptus dazwischen. So, wie der Rotwein von Smith Haut Lafitte in diesem Jahr ein extrem feiner Blockbuster war, so kann man das für diesen Weißwein auch sagen. Fast brachial in seiner Intensität. In einer Form, wie ich das sonst nur vom weißen Haut-Brion kenne. Aber trotz dieser Massivität, trotz dieses immensen Körpers, behält er seine Spannung. Dicht, reich, intensiv, spannungsgeladen tänzelnd. Es bleibt aber dennoch ein superfeiner Blockbuster. Dieser Weißwein braucht Zeit, wird aber verdammt lange halten. Ein wirklich großer Stoff, der – und das hätte ich nicht erwartet – noch an seinem grandiosen Vorgänger aus 2018 vorbeizieht. Wirklich immenser Stoff. 100/100
Sauvignon blanc 90%, Sauvignon Gris 5%, Semillon 5%
weiß, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2048
Verpackt in: 6er OHK flach
Lobenberg: 100/100
Falstaff: 98/100
Suckling: 97/100
Wine Cellar Insider: 97/100
Decanter: 97/100
Parker: 96–98+/100
Weinwisser: 96–98/100
Jeb Dunnuck: 96/100
Gerstl: 20/20
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Smith Haut Lafitte, , 33650 Martillac, FRANKREICH
In der 6er Original-Holzkiste erhältlichq
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