Lobenberg: Liegt relativ weit oben am Berg, hat früh Sonne, aber auch früh Schatten am Abend. Das ist ein Gewann neben der Ölberg-Kapelle, was Christmanns Versteigerungswein ist. Der Ölberg hat einen etwas kräftigeren kalksteinigen Boden, das gibt ihm eine dunkelwürzigere Aromatik als dem Idig. Außerdem ist die Nase etwas pfälzischer in Sachen Fruchtausdruck, vor allem nach dem Gesteinshammer Meerspinne probiert, wird das sehr deutlich. Hier haben wir schon eine schlanke, hellgelbe Frucht von Mirabelle, reifen mediterranen Zitronen, auch Zitronengras und weißem Tee, Bleistiftabrieb. Im Mund kommt dann die nächste Überraschung, denn hier meine ich fast Buntsandstein zu schmecken in dieser feinen Extraktsüße mit Orangenschalen und Nektarinenkernen. Der Gerbstoffgrip, der hier mitkommt ist schon rasselnd, das ist Riesling für Fortgeschrittene. Die Zunge wird komplett in Beschlag genommen von dieser herben Gesteinsrutsche, die hier anrollt und das kurze Aufblitzen von Frucht wieder vergessen macht. Ein sehr fest gebauter Nachhall, der keine Gefangenen macht. Viel Druck, hohe Intensität, knalltrocken, und doch kommt hier schon viel Schub und Konzentration mit. Ein monumentaler Riesling im wahrsten Sinne. 96-98/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2048
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–98/100
Suckling: 95/100
Parker: 94+/100
Gerstl: 20/20
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Christmann, Peter-Koch-Str. 43, 67435 Gimmeldingen, DEUTSCHLAND
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