Lobenberg: Es handelt sich hier um überwiegend alte und uralte Reben. Einzelpfahl dabei, wurzelecht. Es ist komplett blauer Schiefer, hartes Gestein, etwas feucht. Er ist immer sehr salzig und etwas karg dazu. Komplett botrytisfrei geerntet und noch mal ausgeputzt. Biodynamische Bewirtschaftung, spontan vergoren im Fuder wie immer. Sehr verspielte und hochfeine Nase von Wildblüten durchzogene Nase, Veilchen, Cassis und ganz feine Zitruseinsprengseln darunter. Leichte, noble Reduktion wie sie nicht untypisch ist für blauen Schiefer. Auch weiße Johannisbeere und eine leichte Ingwerschärfe. Der Mund ist ein Ritt auf der Rasierklinge, mit wahnsinnigem Druck und Zug, helle Frucht, Limette, schlanke Litschi auch Cassis, sehr kompakt und unglaublich stramm. Die Salzigkeit ist irre, schmeckt wie flüssiges Gestein. Immens geradeaus, stringent, kühle, säurebeladen und immens frisch. Das ist Blauschiefer-Riesling in seiner puristischsten, klarsten Form. Keine Zugeständnisse an den braven Massengeschmack, ein Gesteinshammer für echte Mosel-Freunde. Vibrierend, zupackend. Der Wein lässt mich nicht mehr los, nimmt alles in Beschlag mit seiner wahnsinnigen Säurefrische und schieferwürzigen Tanninstruktur. Es folgt ein Finale, das keine Gefangenen macht. Ein großer Wein, aber nichts für Zartbesaitete. Für Riesling-Asketen genau das richtige, um voll auf Touren zu kommen. 96-98/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2050
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–98/100
Meininger: 96/100
Galloni: 96/100
Falstaff: 95+/100
Parker: 93–95/100
Weinwisser: 18.5/20
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Clemens Busch, Kirchstraße 37, 56862 Pünderich, DEUTSCHLAND
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