Lobenberg: Der Boden des Falkenlay ist tiefgründiger als bei den Nachbarn Rothenpfad und Fahrlay. Wurzelechte Reben an Einzelpfählen. Verwitterungsgestein bei einer reinen Südexposition. Durch die Tiefgründigkeit des Bodens neigt der Wein immer zu mehr Kraft und Opulenz, was in einem kühlen und schlanken Jahr wie 2021 sicher kein Nachteil ist. Entsprechend kommt es hier auch ein bisschen charmanter um die Ecke wie im Gesteinshammer Fahrlay. Hier kommt etwas mehr Steinobst durch, weißer Pfirsich, grüne Birne, Limettenzeste, auch mildere Amalfizitrone, Litschi, Fenchelgrün und eine kräftige Prise Fleur de Sel. Der Wein strahlt eine wunderbare Tiefe aus, hat mehr Dimension als der Fahrlay, aber wirkt dafür auch nicht ganz so kühl und finessenreich wie die Fahrlay Terrassen. Schöne dichte Blaubeere schiebt im Mund nach, ein bisschen Cassis und Anis, begleitet von Ingwerschärfe. Der lange, feingliedrige Abgang ist dann aber doch wieder so voller Finessen und Zartheit, dass man ernsthaft verblüfft wird. Die Säure ist strukturgebend und kraftvoll, aber total reif und nahtlos in den Wein integriert. Der Falkenlay nimmt dem Grauschiefer jegliche Rustikalität, sicher der etwas verträglichere Wein neben den noch kargeren Fahrlay GGs, aber trotzdem ein strammer Bodenschmecker par excellence. 96-97+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2054
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–97+/100
Parker: 95–96/100
Galloni: 95/100
Falstaff: 94+/100
Suckling: 94/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Clemens Busch, Kirchstraße 37, 56862 Pünderich, DEUTSCHLAND
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