Lobenberg: 2021 wurden auf Clos des Papes nur 16 Hektoliter pro Hektar gelesen, es gab über 40 Prozent Verlust durch Frost. Am meisten war die Syrah betroffen, deswegen gibt es von dieser Sorte deutlich weniger. Ein sehr feiner Jahrgang nach Vincents Einschätzung, nicht weit weg von 2020, vielleicht eine Spur feiner und eleganter. Der 2021er hat eine sehr blumige Nase mit Veilchen und Rosenblättern, aber auch duftige Frucht. Wenn Vincent sagt, dass 2021 feiner und eleganter ist als 2020, dann kann ich nur sagen: das ist schon ein Ereignis! So schick! Die Tannine sind unglaublich reif, aber seidig und samtig. Die Nase zeigt dunkle Zwetschge, dunkle Kirsche und Lakritze, aber nicht üppig, nicht aggressiv, sondern nur fein und getragen. Dunkle schwarze Kirsche, unglaublich gut verwoben und hocharomatisch. Der größere Anteil Mourvèdre bekommt diesem Wein sehr gut. Was für ein hocheleganter und gleichzeitig fülliger, aromatisch dichter Mund! Extrem süffig, hedonistisch und trinkig. Man möchte reinspringen – der Wein ist so lecker und steht trotzdem für zwei Minuten. Das wird keiner der großen Jahrgänge zum Niederknien, aber ein ganz sicher einer der extrem leckeren Jahrgänge, wie wir sie bei Clos des Papes schon öfter hatten. Den muss man für fünf bis sechs Jahre zurücklegen und kann ihn dann die nächsten 20 Jahre voller Freude genießen. Was für ein sensationeller Genussfaktor! So schön im Nachhall, diese feine Mineralität, diese extrem samtigen, dichten Tannine und diese hohe pikante Aromatik von schwarzer und roter Frucht, dazu die wunderbare Süße. Die Mourvèdre ist eine große Freude in diesem Blend. Daher fast ein wenig untypisch für Clos des Papes. Ein bisschen mehr Beaucastel-Charakter. In dieser unendlichen Feinheit ist das schon eine Cuvée Hommage à Jacques Perrin. Biodynamie hier und dort in Perfektion. 97-99/100***Auf Clos des Papes wird alles komplett entrappt. Vincent Avril ist derjenige, der als Einziger noch alle zwölf zugelassenen Traubensorten verwendet. Einige Tage Kaltmazeration. Natürlich als erklärter Biodynamiker spontan vergoren, das Ganze verbleibt vier Wochen im Zement-Gärtank. Die alkoholische Fermentation läuft also über zwei Wochen, danach Verbleib des Weines auf den Schalen für ein bis zwei Wochen. Dann abpressen und in die großen Tanks. Der Wein durchläuft im Beton-Tank auch die malolaktische Gärung. Danach wird noch im Tank, also nach vier Wochen, mit Eiweiß geschönt, um alle Sedimente herauszubekommen. Dies geschieht nach dem Abstich aus dem Beton in den Stahltank. Es wird nicht filtriert, aber es wird dann schon ziemlich klar und ohne grobe Hefe in die großen alten Holzfässer gepumpt. Niemals neues Holz. Frühestens nach drei bis vier Jahren wird immer ein neues Holzfass eingesetzt. Dieser Wein bleibt dann ohne umpumpen für gut 12 Monaten in den großen Holzfässern und geht direkt danach zum Abfüllen.
Grenache 40%, Mourvedre 40%, diverse autochthone Reben 10%, Syrah 10%
rot, trocken
15,0% Vol.
Trinkreife: 2029–2064
Verpackt in: 12er OHK
Lobenberg: 97–99/100
Wine Spectator: 96/100
Decanter: 95/100
Parker: 95/100
Jeb Dunnuck: 95/100
Jancis Robinson: 18/20
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Clos des Papes, 13, avenue Pierre de Luxembourg, 84230 Chateauneuf du Pape, FRANKREICH
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