Lobenberg: Die Domaine besitzt nicht ganz einen Hektar in diesem hervorragenden 1er Cru. Das Land wurde 2013 erworben. Die jüngsten Reben sind fast 30 Jahre alt und die ältesten wurden 1945 gepflanzt. Die Exposition ist Ost-Südost auf Muschelkalk und Tonmergel. Lavaux St. Jacques ist zusammen mit dem Clos St. Jacques und vor dem Cazetieres das Trio Infernale von Gevrey Chambertin. Je nach Jahrgang wird hier auch ein Teil mit Rappen vergoren. Traditionell im offenen Holzcuve vergoren. Anschließender Ausbau für 12 bis 18 Monate mit einem Neuholzanteil von circa 50%, der Rest ist Zweitbelegung. Ich habe dieses Jahr hier einige Gevrey probiert, und der Lavaux St. Jacques ragt deutlich heraus, so wie es auch beim Nuits Saint Georges 1er Cru Les Saint Georges war. So reich und dicht, mit Veilchen, Lakritze, schwarzer und roter Frucht, viel Kalkstein darunter. Dazu reiche, rote Frucht, üppig, aber nicht fett, aber mit toller Extraktsüße. Im Mund die große Klarheit. Hier zeigt sich, wie bei den ebenfalls von mir ausgewählten 1ers Crus aus Nuits Saint Georges, Beaune und aus Chambolle, eine herausragende Stellung, ich fische wirklich nur die besten heraus dieses Jahr. Jene, die mit Abstand an der Spitze stehen. Das ist hier beim Lavaux St. Jacques eben auch der Fall. Das ist schon annähernd auf Grand Cru Niveau. Mit dieser Reichhaltigkeit und dieser Süße, totale Harmonie, üppig und trotzdem so sehr geradeaus. Sauber definiert, frische Zwetschge, rote und schwarze Kirsche. Das Ganze ist aber fast so weich wie ein Chambolle Musigny, nur mit mehr Üppigkeit, einfach großrahmiger. Ein verführerischer Wein mit wunderbarer Länge und viel Energie. Ich bin sehr begeistert, ein Top-Wert. 95-97/10
Pinot Noir 100%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2048
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–96+/100
Decanter: 95/100
Tim Atkin: 94/100
Parker: 92–94+/100
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Domaine Faiveley, 8 Rue du Tribourg, 21701 Nuits St Georges CEDEX, FRANKREICH
Kommentar