Lobenberg: Gras im Ofen ist eine spezielle Lage im Ihringer Winklerberg. Eine Süd-, Südwestexposition, sie liegt allerdings um den Berg herum und hat von daher deutlich mehr Schatten. Und oben drüber steht der Wald. Das heißt, die kühle Luft sackt herunter und macht die Lage zur kühlsten am Ihringer Winklerberg. Die Lage besteht aus Vulkanböden mit Kalkeinschlüssen. Seit 2019 ist Tochter Rebecca mit im Betrieb, seitdem sind die Weine noch etwas filigraner im Stil und noch zurückhaltender mit dem Neuholz. Zugleich ist Rebecca unerschrockener und lässt etwas mehr Laissez-faire-Mentalität einkehren. Für einen Weißburgunder durchaus sehr versammelt, konzentriert, aber nichts Geschminktes. Nur elegant, tolle Kühle und Präzision ausstrahlend. Weiße Blüten, weißfleischiger Pfirsich, Melisse, reife Zitrone und auch Zitronengras. Am Gaumen sehr klar und präzise mit zupackender Säurestruktur. Schöner Frischekern aus feiner Salzigkeit, sehr vibrierend und schiebend in der Textur. Nochmal elektrisierender, spannungsgeladener und zupackender als schon der 2020er. Das macht der kühle Jahrgang, das ist wirklich straight. Sehr guter, burgundischer Holzeinsatz, fein rauchig untermalt mit leicht grünlichen Reflexen in der Frucht – hat im 21er für mich etwas was von Corton-Charlemagne in dieser eleganten Ausprägung. Feinwürzig, dicht, kristallin. Konzentriert, druckvoll, vibrierend – wenn 2020 charmant war, ist das jetzt als 21er die klarere, puristische Version mit Geradeauslauf. 96-97/100
Weißburgunder 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2044
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–96+/100
Lobenberg in Wiesbaden: 97–98+/100
Suckling: 96/100
Deutschland, Baden
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Dr. Heger, Bachenstr. 19, 79241 Ihringen, DEUTSCHLAND
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