Lobenberg: Der Halgals wird spontan vergoren und ausgebaut im großen Holz. Die Nase des Halgans ist wie immer dunkler und kühler, minzig und elegant. Er zeigt weniger als der Frühtau in der Jugend, wirkt verschlossener und steiniger. Dennoch hat er eine animierende, leicht bläulich schattierte Frucht, ein wenig Cassis und weiße Johannisbeere. Das Tolle an 2022 ist die transparenz für den Boden, dieser extrem klare Lagencharakter. Selten war er so schmeckbar wie in diesem Jahr. Der Halgans ist enorm mineralisch, rauchig dieses Jahr. Er ist sehr feinziseliert, ein sehr leiser, supereleganter Halgans. Ganz feine Salzigkeit, dunkle Beeren, alles nur in Nuancen. Während der Frühtau über Kraft und Frucht kommt, sind wir beim Halgans in der totalen Finesse, er kommt viel mehr über seine feine Länge als über Dichte. Ich mag diesen Halgans sehr, aber man muss sich schon ein bisschen damit beschäftigen, um ihn nicht zu unterschätzen in seiner Filigranität. Wie letztes Jahr bringt der Halgans richtig viel mit, ist fast schon für sich ein großer Wein, aber einer in Feinheit. Braucht aber defintiv mehr Zeit als der Frühtau. Top! 94+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2034
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94+/100
Suckling: 93/100
Deutschland, Nahe
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Emrich Schönleber, Soonwaldstr. 10 A, 55569 Monzingen / Nahe, DEUTSCHLAND
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