Lobenberg: Der Weinberg ist 1986 gepflanzt und dann in 2019 mit einer mega burgundischen Selektionsgenetik umveredelt. Pinot Très Fin-Reben, die nie über 20 Hektoliter ergeben. Die Lage ist quasi Felix Peters Hausberg, am nähsten an seinem Weingut liegend. Zudem kennt er die Lage wie seine Westentasche, weil er hier viele Jahre für Sankt Antony Spätburgunder gemacht hat. Tonreicher Kalksteinboden. Hier stecken rund 50 Prozent Ganztrauben drin. Felix Peters ist begeistert von der Ganztrauben-Vinifikation von Dujac, ohne ihn kopieren zu wollen. Er verwendet auch die gleiche Tonnelerie, Remond, die sehr selten in Deutschland ist. Allerdings nimmt er kein Holz von Troncais-Eiche, sondern etwas zurückhaltenderes Holz aus dem Massif Central am Ursprung der Loire. Zwar will jeder immer das namhafte Holz, aber laut Felix Peters passt für die feineren deutschen Pinots das dezentere Holz besser. Die Nase ist absolut grandios, zeigt eine leichte Reduktion. Im Vergleich mit dem Schwarzen Herrgott Pinot ist der Paterberg vor allem eines: ruhiger. Der Wein ist ein Ruhepol sondergleichen, dennoch ist er intensiv, dicht, kraftvoll. Mit etwas Luft kommt samtigere Himbeere, ein bisschen Kirsche, dunkel und würzig in der Mineralität, aber wunderbar fein und kühl, saftig und extraksüß. Eine Schönheit. Letztes Jahr war das schon ein Hammerteil, aber das kühlere 2021 ist noch berauschender, weil er so unendlich schick und verführerisch und in sich ruhend ist. Schwer zu glauben, dass so was in Nierstein wächst. Das ist groß! Felix denkt, dass es der beste Pinot Noir ist, den er in seinem Leben gemacht hat. 95-97/100
Pinot Noir
rot, trocken
13,0% Vol.
Lobenberg: 95–97/100
Deutschland, Rheinhessen
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut F & F Peters, Ludwig-Strecker-Straße 32, 55129 Mainz, Deutschland
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