Lobenberg: Anfang September begann die Pinot Noir-Lese bei Felix und dauerte rund 2 Wochen, ziemlich analog mit 2018. Hier stecken rund 45 Prozent Ganztrauben drin. Ein klein wenig neues Holz, alles Barriques, das meiste ist vierte und fünfte Belegung. Felix Peters ist begeistert von der Ganztrauben-Vinifikation von Dujac, ohne ihn kopieren zu wollen. Er verwendet auch die gleiche Tonnelerie, Remond, die sehr selten in Deutschland ist. Allerdings nimmt er kein Holz von Troncais-Eiche, sondern etwas zurückhaltenderes Holz aus dem Massif Central am Ursprung der Loire. Zwar will jeder immer das namhafte Holz, aber Felix Peters sagt für die feineren deutschen Pinots passt das dezentere Holz besser. Zu rund 20 Prozent aus dem Mölsheimer Silberberg und der Hauptteil aus dem kühlen Schwarzen Herrgott. Alle Pinots liegen rund 12 Monate im Fass und sind danach noch ein halbes Jahr im Edelstahl, um die Frische und Präzision zu erhalten. Die Reben sind überwiegend aus burgundischer Selection Massale. Aus diesem kühleren Jahrgang 2021 feine rote und etwas süßere blaue Frucht, vor allem Waldbeeren, Veilchen, verspielt, es gibt keine Wucht in diesem Pinot. Total fein und seidig, die Tanninqualität hat Felix wirklich super hinbekommen, überhaupt nichts Rustikales, was 21 durchaus haben kann beim Pinot. So trinke ich Pinot Noir gerne – fein und saftig, erinnert mich am ehesten an Rheinhessen! Felix Peters beherrscht den burgundischen Ausbau wie nur wenige in Deutschland und die kühlen Terroirs von Rheinhessen ergeben in seinen Händen wunderbar feingliedrige, saftige Spätburgunder. Ich bin begeistert. 93+/100
Pinot Noir 100%
rot, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2036
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 93+/100
Gerstl zu 2020: 19/20
Parker zu 2020: 90–91/100
Deutschland, Rheinhessen
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut F & F Peters, Ludwig-Strecker-Straße 32, 55129 Mainz, Deutschland
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