Lobenberg: 2022 lag der Ertrag des Bonneveau bei nur 25 Hektolitern pro Hektar. Er ist deshalb so gering, weil ein Teil der jungen Reben, die nachgepflanzt wurden, auf Grund der Trockenheit kaum Trauben brachten. Die Ernte fand am 10. September statt. Anders als Paradis hat der Weinberg keine Sandauflage – es ist reiner Granit in Südwestexposition. Deshalb hat Bonneveau weniger Charme als Paradis, aber dafür eine innere Spannung und Konzentration ohne jegliche Härte. Die geringere Schwefelzugabe und das Fehlen der Vollhefe in diesem Stadium als Fassprobe führt zu einem deutlich fokussierteren und definierteren Wein. Kirsche und Johannisbeere, dazu Cranberry, Kirsche und Rosenblätter nebst Orangenzesten. Ganz sauber definierte Ecken und Kanten. Keine Wucht erschlägt einen, sondern der Wein läuft durch die Nase eher wie ein Gevrey-Chambertin, mit hoher Eleganz und trotzdem enormer innerer Spannung. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Bonneveau! Auch im Mund bleibt der Fokus erhalten – ganz sauber definiert links und rechts. Und die Mitte immer geradeaus ziehend in dieser wunderbaren definierten, geradlinigen Kirschfrucht. Rote Johannisbeere, dazu Cranberry, Salz, weißer Pfeffer, Chili und Piment. Für über zwei Minuten stehend, ohne brachial rüberzukommen, sondern extrem elegant. Ein Syrah in einer burgundischen Ausprägung, trotzdem mit dieser enormen inneren Spannung der Nordrhône-Syrahs. Keinerlei gekochte Noten. Eigentlich ein perfektes Jahr. Man glaubt gar nicht, dass 2022 so trocken und heiß war. Ein super definierter, schicker und feiner Saint-Joseph mit einer satten Tanninstruktur. Dabei bleibt alles seidig und saftig. Ein Wein für die Freude! 97+/100***Bonneveau liegt komplett auf Granitböden, oben auf dem Plateau. Ganz ähnlich wie im Hermitage, sodass die Familie Ferraton, und später die übernehmende Familie Chapoutier, ganz scharf drauf waren, hier noch mehr Land zu bekommen. Es gibt einen 30-jährigen Leasingvertrag mit Vorkaufsrecht. Nur ein Hektar mit recht jungen Syrah-Reben, rund 20 Jahre alt. Der Wein wird komplett vom Ferraton-Team eigenständig in Biodynamie bearbeitet. Auch wenn es nicht biodynamisch zertifiziert ist, weil es eben im Leasing ist. 100 Prozent die alte Syrah, also Sérine, Petite Syrah genannt, komplett auf Granit. 6.500 Stöcke pro Hektar. Sie sind um Durchschnitt 40 Jahre alt. Die Trauben werden zu 100 Prozent entrappt. Vergoren wird spontan im Beton, auch die Malo findet dort statt. Danach wird ganz sanft abgepresst, überwiegend nur der Free Run Juice verwendet. Der Wein bleibt dann bis zum Frühjahr nur auf der Feinhefe. Ausgebaut wird im Tonneau und zum Teil in Barriques. 2022 lag der Anteil Neuholz bei rund 20 Prozent. Ausgebaut wird der Wein für 16 Monate. Dadurch, dass der Winemaker Damien den Schwefeleinsatz auf ein Minimum reduziert – im Keller wird den Weinen erst nach drei Monaten im Fass minimale Mengen zugegeben – werden die Weine deutlich präziser und eleganter. Auch zieht er die Weine nach der Malo ohne die Vollhefe aus dem Beton. Das ist neu in 2022 und dadurch ist das Jahr feiner, mittiger und mineralischer als die Vorjahre. Die Weine kommen etwas weniger voluminös und fleischig rüber. Der Alkoholgehalt der Weine liegt zwischen 13 und 13,5 Volumenprozent.
Serine 100%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2050
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 97+/100
Frankreich, Rhone, Nordrhone
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Ferraton Pere e Fils, 13, rue de la Sizeranne, 26600 Tain L'Hermitage, FRANKREICH
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