Lobenberg: Saint-Joseph zeigt auf der einen Seite eine deutlich wärmere und süßere Nase als Crozes-Hermitage, gleichzeitig kommt dieser Paradies extrem tief rüber. Leichte Holznote unter intensiver, schiebender roter Frucht. Schlehe, etwas Blaubeere darunter, aber auch viel Grafit und helle Lakritze zeigend. Etwas Thymian daneben und Estragon, dazu eine leichte Veilchennote. Insgesamt sehr schick, sehr harmonisch rüberkommend. Der Mund setzt sich mit roter Frucht fort. Schlehe, rote süße Kirsche und Sauerkirsche, konzentrierte Himbeere und Erdbeere, nicht süß, sondern komplett trocken. Sehr fokussiert, die Rändern sind sehr sauber definiert. Die Tannine sind reichlich vorhanden, aber seidig. Der Wein tänzelt und schiebt mit dieser warmen, rotfruchtigen Süße hinterher. Das Ganze von Salz und Kreide verfolgt. 100 Prozent Granitböden geben in Saint-Joseph einen völlig anderen Wein als drüben in Crozes-Hermitage oder in Hermitage. Das macht Saint-Joseph so verlockend. Es ist immer die kleine Côte Rôtie. Und dieser Paradis ist wirklich ein Paradies, denn er ist so unglaublich lecker und köstlich. Alles passt! Ein kleiner Côte Rôtie mit hohem Charmefaktor – süffig, saftig und lang, trotzdem in erster Linie purer Hedonismus. 96+/100 *** Paradis ist eine Einzellage im Besitz der Familie Ferraton, nur einen halben Hektar groß. Sie besteht aus drei verschiedenen kleinen Plots. Wir haben hier zu 100 Prozent die alte Syrah-Form, sprich Petite Syrah oder auch Sérine. Dieser Saint-Joseph steht auf Granit, ein Teil auf Löss und ein weiterer Abschnitt auf Lehm. Die Reben sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. Biodynamisch bewirtschaftet, wie alles bei Ferraton. Die Trauben werden vor der Gärung komplett entrappt. Diese erfolgt spontan im Beton. Danach wird ganz sanft abgepresst, überwiegend nur der Free Run Juice verwendet. Der Wein bleibt dann bis zum Frühjahr auf der Feinhefe. Dann wird abgezogen und ausgebaut im Tonneau und nicht mehr in Barriques. 2021 ist der Anteil Neuholz auf ein Drittel angewachsen, weil der Frische Jahrgang das Holz gut vertragen konnte. Der Paradis hat eine reine Ostexposition. Dadurch – und durch seine Böden – ähnelt er dem Kleinklima der Côte Rôtie. Er hat viel Power durch die ebenfalls vorhandenen Sedimentböden. Dementsprechend ist der Wein immer etwas schwarzfruchtiger, würziger und voluminöser als viele andere Saint-Joseph. Er bringt die Wärme der Sedimentböden und gleichzeitig die Kühle der Ostexposition und des Granitgesteins. Viele Insider wissen, dass Saint-Joseph die neue Côte-Rôtie ist, weil die Côte-Rôtie preislich schon so abgehoben ist.
Serine 100%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2047
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96+/100
Jeb Dunnuck: 91–93/100
Frankreich, Rhone, Nordrhone
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Ferraton Pere e Fils, 13, rue de la Sizeranne, 26600 Tain L'Hermitage, FRANKREICH
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