Lobenberg: Das Spätburgunder Kirchberg GG wächst genau zwischen dem Eichberg GG ebenfalls aus Oberrotweil und dem Schlossberg GG aus Achkarren. Die Reben sind 1975 und 1982 gepflanzt. Nur deutsche Klone. Kirchberg ist aber immer kühler als letztere beide und gehört zu den kühlsten Weinbergen überhaupt bei Franz Keller. Und das trotz überwiegend Südwest-Ausrichtung. Es gibt allerdings auch einen westlich ausgerichteten Part, der sehr steinige Böden aufweist. Die Reben sind Pflanzjahr 1975. Kellers Parzelle liegt am Hangauslauf auf kalkhaltigem Vulkanschotter, was dem Kirchberg ein feines, meist etwas subtileres, an Kalkböden erinnerndes Aromenprofil verleiht. Kreidig unterlegte Kirsche, Sauerkirsche, Cranberry, die Frucht ist deutlich rötlicher als im dunklen Eichberg. Friedrich Keller beweist auch mit diesem Großen Gewächs seine perfekte Arbeit bezüglich der Lagentypizität der Spätburgunder GGs. Während das Eichberg GG am klassischsten den Kaiserstuhl repräsentiert, so ist der Kirchberg trotz leicht vulkanischer Einflüsse auch burgundisch geprägt. Er zeigt viel mehr Kirschfrucht, ist heller und kristalliner in seiner Art. Eine kirschige Wucht. Der Mund ist wunderbar fein, kirschig, kalkig, einfach köstlich, aber irgendwo auch fordernd. Das braucht Zeit, 2021 ist zart und tänzelnd, filigran, aber auch fast dramatisch in der eher für Pinot-Puristen. 2021 brilliert in kühler Finesse und kirschiger Eleganz. Immer irgendwo eine schlüssige Verbindung aus Kaiserstühler Vulkan und Kalkstein in seiner Mineralität und Anmutung. Kein Blockbuster, sondern ein ultra-schicker, zupackender und dramatisch aufregender Kirchberg! 97-98/100
Spätburgunder 100%
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2048
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 97–98/100
Lobenberg in Wiesbaden: 96–98/100
Suckling: 94/100
Deutschland, Baden
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Franz Keller, Badbergstrasse 44, 79235 Vogtsburg-Oberbergen
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