Lobenberg: Diese Weine um Oberbergen sind ob des vulkanischen Terroirs einzigartig. Unverwechselbar wie die Weine von der Ahr, einzigartig und wegen ihres speziellen Fruchtausdrucks und des speziellen Terroirs sehr ursprünglich deutsch in ihrer Art, nirgendwo anders zu verorten. Der Steinriese hat allerdings ein sehr helles, kalkhaltiges Vulkanfelsterroir, was ihn deutlich von Friedrich Kellers GGs unterscheidet. Deshalb hat er sich auch 2018 erstmals dazu entschieden die Parzelle separat abzufüllen und er ist direkt zum gesuchten Durchstarter geworden, ein Riesenerfolg. Der Steinriese wirkt noch etwas verschlossener, zurückhaltender in der Nase als der Schlossberg. Er zeigt deutlich weniger Frucht als die anderen GGs. Eisenwürzig, unglaublich hell in 2021, auch die Frucht ist hier total hell auf roter Kirsche mit Velichenauflage, Himbeere, ganz zart aber druckvoll. 2021 ist schon für Pinot-Puristen, die auf diese transparente Art stehen. Der Steinriese hat nochmal eine ganz andere, ergreifendere Textur. Salzige Himbeere trifft auf Sauerkirsche, alles mit Gesteinsmehl bestäubt. Klar und vibrierend mit profunder Dichte. Die Tanninstruktur kommt langsam aus dem Untergrund angeschlichen und beißt sich dann mit kompromissloser Graphitmineralität am Gaumen fest, dunkel, herbsaftig, gebaut wie ein Felsen. Das ist kein lauter Wein, aber er hat eine faszinierend schwerelose Intensität. Es ist, trotz seiner großen Feinheit und eleganten, dezenten Aromatik, sicher der strukturierteste und fesselndste Wein in Friedrich Kellers Range. Ein großer Spätburgunder, der zur ersten Reihe in Deutschland gehört und aufgrund der geringen Produktion auch ein rares Sammlerstück ist. 98-100/100
Spätburgunder 100%
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2051
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 98–100/100
Lobenberg in Wiesbaden: 97–98/100
Suckling: 94/100
Deutschland, Baden
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Franz Keller, Badbergstrasse 44, 79235 Vogtsburg-Oberbergen
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