Lobenberg: Das ist immer ein steckengebliebenes Fass aus dem Juffer GG. Brauneberger Juffer eben, und es hat dann immer so um die 13 bis 14 Gramm Restzucker, wenn die Vergärung stoppt. Ein Ergebnis, was Oliver Haag auch gerne möchte, denn er möchte gerne ein GG mit etwas mehr Restzucker zeigen. Die feinherbe Variante der Juffer ist immer eine sehr schlüssige Sache. Toller Duft nach frischen Mandarinen, Orangenabrieb, Tonicwater, Graphitmineral. Das kracht schon ordentlich im Mund, nimmt alles ein mit diesem fruchtig unterlegten Druck. Es ist etwas gelber und saftiger als im kühlen 2021, das grünlicher rüberkam. Der 2022er Juffer feinherb hat schon gewaltig Dampf unter der Haube. Wollüstig und reich in seiner warmen Zitrusfrucht, aber die hohe Spannung und das Salz lassen den Wein über den Gaumen fliegen. Da kommt schon mehr zugängliche Wollust auf als im sehr geschliffenen GG. Das ist die leckerere Auslegung für Genießer, die nicht den extremen steinigen Purismus suchen, oder den Wein zu einem Essen genießen wollen. Gerade zu Wildgerichten kann ich mir diesen druckvollen Stoff gut vorstellen. Aber wie das GG hat auch dieser Wein die immense Mineralität und diese salzige, grandiose Länge. Hier steckt schon sehr viel Trinkfreude im Glas. 94-96/100
Riesling 100%
weiß, süss
12,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2049
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94–96/100
Galloni: 92/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Fritz Haag, Dusemonder Straße 44, 54472 Brauneberg/Mosel, DEUTSCHLAND
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