Lobenberg: Dieser Gutswein überrascht mich jedes Jahr, immer denke ich wieder, dass es jetzt doch mal ein ganz gewöhnlicher Gutswein sein müsste und jedes Mal setzt er erneut eine Benchmark im Gutswein-Bereich. Alles Handlese, alles aus Steillagen. Jedes Jahr einer der Stars des Landes im Gutsweinbereich. Der Wein kommt zu einem guten Teil aus dem Mülheimer Sonnenlay und dem Brauneberger Klostergarten, beides sind Erste Lagen, das ist also Topmaterial. Finessenreiche, kühle Nase mit schönem Schieferduft und weißen Blüten, weißer Pfeffer, Zitronenabrieb, ganz hinten etwas Pfirsich. Ein Hauch Grapefruit spielt mit rein, da ist richtig Musik drin. Vibrierend und saftig. Ein fantastischer Riesling, der jeden Moselfan sofort begeistern muss. Die Feuersteinigkeit des Schiefers kommt durch die rassige Säure und die angenehme Abwesenheit von Süße noch viel besser durch. Oliver Haag wird immer fokussierter, ernster und ein bisschen anspruchsvoller schon in der Basis, die dadurch aber auch schon weit über ihrer Klasse boxt. Viele wären froh, wenn sie so eine Qualität als Orts- oder Lagenwein verkaufen könnten. Auch in 2022 ist der Alkohol moderat, der Wein tanzt auf der Zunge. Elegant und feinfruchtig, zart, aber mit Nachdruck. Er ist etwas weniger stramm als der 21er, kommt feiner und runder in den Mund. Das ist die Trinkfreude in Perfektion. Wie jedes Jahr ein richtig schicker Wein mit einem Hang zur Größe. 93+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
11,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2031
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 93+/100
Suckling zu 2021: 91/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Fritz Haag, Dusemonder Straße 44, 54472 Brauneberg/Mosel, DEUTSCHLAND
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