Lobenberg: Biologische Weinbergsarbeit, Ganztraubeneinmaischung, nur kurze Standzeiten, komplett im Holz ausgebaut. Erst seit 2015 sagt Karsten Peter, dass er verstanden hat, den Weinberg zu bändigen. Der Wein war früher so extremistisch und karg, geradezu brutal in seiner Art. Aber jetzt hat er die Trinkbarkeit, die Balance gewissermaßen gefunden. Aber es war ein langer Lernprozess diesen extrem kargen Weinberg zu verstehen, der ja quasi nur aus Stein besteht. Der Name ist hier wirklich Programm, das ist alleine optisch schon ein Hammer. Sicher einer der beeindruckendsten Weinberge Deutschlands, könnte auch in Chablis liegen. Der Wein riecht zunächst wie ein Sommerregen, nur feuchtes Gestein, keine Frucht, keine Zugeständnisse. Kristallklar und glockenhell. Trotzdem würzig, sonst wären wir ja nicht an der Nahe. Ein Zusammenspiel verschiedenster Mineralgerüche, man kann es kaum auseinanderhalten. Mit Luft nur ein Hauch von hochfeiner gelber Frucht, Limettenzeste, Yuzu, aber nur in Anklängen. Die Konstante ist das Gestein. Ehrlich gesagt genieße ich diesen Wein in seiner hammerharten Steinigkeit, aber irgendwo auch in der Jugend, es ist ein bisschen ein Extremist, aber er hat halt doch genug Druck und seidigen Extrakt, um nicht brutal zu sein. Mit dieser 2021er Klassik wirkt er nicht nur unglaublich elegant, sondern auch erstaunlich delikat, obwohl er so puristisch daherkommt. Wie Karsten sagte, er hat irgendwo die Balance gefunden und das schmeckt man wirklich. Der Wein hat in 2021 eine Eleganz der Extraklasse. 95-97+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2052
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–97+/100
Suckling: 96/100
Parker: 94/100
Deutschland, Nahe
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Gut Hermannsberg, Ehemalige Weinbaudomäne, 55585 Niederhausen / Nahe, DEUTSCHLAND
Kommentar