Lobenberg: Das Goldtröpfchen zählt zu den absoluten Toplagen an der Mittelmosel. Stellenweise extrem steil nach Süden ausgerichtet, kann es hier tagsüber sehr warm werden. Steinmetz besitzt hier jedoch einige der besten Parzellen, oben an der bewaldeten Kuppe der Lage, geprägt von dunklem Devonschiefer mit Quarzeinschlüssen. Durch den nahen Waldrand hat man hier kühle Luft in den Nächten und mehr Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperatur. Die Trauben können so ihre perfekte Aromakonzentration erreichen. Wie fast überall an der Mosel haben die 2022er sehr lange gegoren, bei den Winzern die 100 Prozent spotan vergären ohne jegliche Zusätze. Das war bei Clemens Busch und Lieser auch so. Der Wein ist in 2022 nicht komplett trocken durchgelaufen, sondern bei ca. 9-10 Gramm stehengeblieben. Die ganz zarte Süße steht dem Wein sehr gut, deshalb hat sich Stefan Steinmetz entschlossen ihn genauso abzufüllen, weil er ohnehin keinen Wert auf die Analyse, sondern nur den Geschmack nimmt. Und es passt wie die Faust aufs Auge. Das Goldtröpfchen hat auch bei Steinmetz eine gewisse Opulenz, wird aber niemals zu fett, bleibt immer auf der fokussierten Seite. Reife gelbe Frucht, hohe Spannung und durchdringende Schiefermineralität. Sehr komplexe und harmonische Nase. Am Gaumen herrlich frisch mit Druck, Cremigkeit und viel salzigem Schub von unten. Andererseits diese dunkle Mineralität vom Devonschiefer, die so schön durchkommt. Die zitrische Säure zieht sich wie ein Band durch den Wein. Tolle Länge mit salzigem Nachhall. Das ist unheimlich komplex und feinziseliert, mit der richtigen Balance zwischen Reife und Frische. Toller Wein aus einer großen Lage. 93+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
11,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2042
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 93+/100
Suckling: 94/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Günther Steinmetz, Moselweinstr. 154, 54472 Brauneberg/Mosel, DEUTSCHLAND
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