Lobenberg: Der Wein wird, wie alle Weine, als Ganztraube 12 Stunden auf der Maische und den Schalen gelassen, dann vorsichtig abgepresst. Spontan vergoren im großen Holzfass. Er verbleibt bis zur Füllung auf der Hefe im Fass. Fast alle Fässer haben 2021 eine spontane Malo gemacht. Der Blaufüßer Lay ist die logische Fortsetzung des von blauem Schiefer, denn er hat die Kühle, die Eleganz und die Feinsinnigkeit. Eine ätherische Kräuterwürze, die an einen Spaziergang durch einen Eukalyptuswald erinnert. Dann kommt weißer Pfirsich und Pfefferminze, grüner Apfel, Blaubeere und Cassis. Im Mund überschlägt sich das Ganze auf einer sehr hellen, ganz milden Zitrusfrucht. Der Wein hat eine bestechende Frische als Leitmotiv, fast chablis-artig in seiner Textur mit leicht herbem Einschlag. Genialer Mund mit hohem Fokus und linearer Struktur, schärfer in seiner Linienführung als alle anderen GGs hier. Läuft nur geradeaus und wirkt doch leichtfüßig und schwebend. Ich denke, das Durchlaufen der spontanen Malo war eine gute Idee. Die Säure ist präsent und pikant, leicht salzig unterlegt, aber geschmeidig genug, dass es hier jeglichen Extremismus verhindert. Die Balance ist herausragend. Ein wirklich delikater Jahrgang, kühl und fein, saftig und frisch. Eigentlich kann die Terrassenmosel selten viel besser gewesen sein, aber dennoch sicher ein Jahr für erfahrenere Rieslingnasen. 96-98/100
Riesling 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2051
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–98/100
Suckling: 95/100
Decanter: 94/100
Weinwisser: 18++/20
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Heymann-Löwenstein, Bahnhofstr. 10, 56333 Winningen an der Mosel, DEUTSCHLAND
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