Lobenberg: Die Rieslinge aus dem Graacher Himmelreich sind besonders in den ersten Jahren sehr aufregend in ihrer Textur. Im Vergleich zur harmonischeren, tieferen Wehlener Sonnenuhr fallen die Weine bereits in der Jugend als sehr expressiv auf, haben oft eine rasselndere Säure. Mit der Reife wird diese dann gezügelter und der Wein singt auch ähnlich leise Töne, wie die etwas schüchterner wirkende Sonnenuhr. Beide Top-Lagen sind exzellente Langstreckenläufer. Tolle Filigranität in der Nase aus diesem so kühlen Jahr, nasses Schiefergestein, Cassis, ein ganzer Strauch Minze rauscht mir entgegen. Etwas Grapefruit, ein minimaler Hauch Exotik ist hier drin, vor allem aus Passionsfruchtsäure, die dem vibrierenden, intensiven Auftritt und die mineralische Dramatik noch unterstreicht. Ein furioses Finale für die Ewigkeit, dicht, so mineralisch-klar und pikant, dass man die Augen zusammenkneift. Da es keine Goldkapseln in 2021 gibt und auch nichts rein Edelsüßes sind die Auslese, die Krone des regulären Portfolios abseits der Versteigerung – und sie sind es zurecht, denn das ist großes Süßweinkino aus allen Prüm’schen Lagen von Zeltingen über Graach bis Wehlen! 98+/100
Riesling 100%
weiß, süss
7,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2071
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 98+/100
Parker: 95/100
Galloni: 95/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: J. J. Prüm, Uferallee 19, 54470 Wehlen / Mosel, DEUTSCHLAND
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