Lobenberg: Die Rieslinge aus dem Graacher Himmelreich sind besonders in den ersten Jahren sehr aufregend in ihrer Textur. Im Vergleich zur harmonischeren, tieferen Wehlener Sonnenuhr fallen die Weine bereits in der Jugend als sehr expressiv auf, haben oft eine rasselndere Säure. Mit der Reife wird diese dann gezügelter und der Wein singt auch ähnlich leise Töne, wie die etwas schüchterner wirkende Sonnenuhr. Beide Top-Lagen sind exzellente Langstreckenläufer. Graach ist so wahnsinnig offen in diesem Jahr, so verführerisch, aber keineswegs weil es so laut oder fett ist, sondern es ist fein und geschliffen wie immer. So fein und kühl sogar, wie man es aus diesem heißen Jahr gar nicht in den Kopf bekommt. Dicht bepackt mit pikanter, steiniger Kraft, aber überhaupt nicht schwer. Zitronenschalen, Feuerstein, weißer Tee. Aus dem Himmelreich gibt es auch eine Goldkapsel in 2022, also nochmal eine botrytisierte Auslese, diese hier ist wahnsinnig präzise und glockenklar. Absolut botrytisfrei wie immer, daher ist die Intensität umso erstaunlicher. Prüm wiederholt sein Süßweinkino aus allen Prüm’schen Lagen von Zeltingen über Graach bis Wehlen! 97-98/100
Riesling 100%
weiß, süss
8,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2072
Verpackt in: 3er
Lobenberg: 97–98/100
Suckling: 97/100
Decanter: 95/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: J. J. Prüm, Uferallee 19, 54470 Wehlen / Mosel, DEUTSCHLAND
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