Lobenberg: Eine klar in Richtung Burgund tendierende Chardonnay-Nase. Sehr kalkig und mit schöner Feuerstein-Reduktion untermalt. Ausgebaut zu großen Teilen in Barrique, aber auch im neuen Stückfass. Die Nase ist nicht ganz so floral wie beim Weißburgunder der gleichen Lage, dafür ist die Frucht noch reifer, runder, dichter. Butterblume und dann reifes gelbes Obst, Apfel, Nektarine, Pfirsich, Birne. Gebacken, denn auch der Hefeansatz ist deutlich. Apfel-Streuselkuchen vom Feinsten. Der Mund ist wahnsinnig saftig, der Speichel läuft zusammen. Die vorhandene Säure ist so elegant eingebaut, niemals spitz oder aggressiv. Nur fordernd nach mehr. Gebackenes oder zumindest konfiertes Obst. Unterlegt mit einer feinen Süße, die nur aus der Fruchtigkeit kommt. Hier ist alles rund, alles harmonisiert. Sehr schicke Kräuterigkeit im Nachhall. Es gibt so viele belanglosen Chardonnay in Deutschland, dieser gehört mitnichten dazu. Schöner Drive im 22er, mit feiner Salzigkeit aber gleichzeitig auch von Ausgleich geprägt und zutiefst zufriedenstellend. Sehr schick. 94/100
Chardonnay 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2032
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94/100
Falstaff: 93+/100
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weinhandel Oskar Jülg, Hauptstraße 1, 76889 Schweigen-Rechtenbach, DEUTSCHLAND
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