Lobenberg: In dieser Lage wächst auch der Opus Oskar, sehr kalkiger, karger Boden mit sehr wenig Erdauflage. Immer vollständig entrappt, aber mit viel Pigeage, also Unterstoßen, weil für Johannes Jülg Struktur und Tannin schon Kernelemente sind. Er sucht aber eine andere Herangehensweise, bringt das Tannin durch die Kerne und durch etwas erhöhte Neuholzanteile. Rappen sind nicht sein Ding, er will die pure Beerigkeit und den Sexappeal behalten. Die Spätburgunder bleiben lange ungeschwefelt in 50 Prozent neuen Barriques. Der Wormberg kommt weniger über Frucht als der Schweigener, es ist erdiger, dreckiger, auch dunkler. Graphitmineral und Bleistiftabrieb, fast meint man hier seien Rappen drin durch diese Würzigkeit. Aber es ist pures Terroir, nur Bodenausdruck und gekonnter Holzausbau, dazu die feine Reduktion. Das gibt eine wilde, sehr bodengetriebene, kalkige Mischung, die schon fordernd und straff ins Glas kommt. Erinnert ein wenig an Rings oder KP Keller in diesem fokussierten, getriebenen Stil, aber kommt mit einem völlig anderen Terroir und einer anderen Herangehensweise. Nur der puristische Bodenausdruck des Kalksteins ist derselbe. Ein faszinierender Spätburgunder. 94-95+/100
Pinot Noir 100%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2041
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94–95+/100
Gerstl zu 2020: 19+/20
Falstaff: 94/100
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weinhandel Oskar Jülg, Hauptstraße 1, 76889 Schweigen-Rechtenbach, DEUTSCHLAND
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