Lobenberg: Die Region um Trier war einer der trockensten Standorte in Deutschland im Sommer, aber unter dem Herrenberg und dem Abtsberg laufen unterirdische Quellen, die Wasser aus dem Wald in den Berg drücken, somit gab es nur in den kargsten Stellen Trockenstress, die Reben im Kernstück kamen gut über den Sommer. Spontangärung im alten Keller unter Schloss Grünhaus, überwiegend im Fuder, aber auch Edelstahltanks. Das gibt mehr Komplexität und Spannung, beides hat seine Vorteile. Die Nase des Herrenbergs glänzt grünhaustypisch vor allem durch Würze, Meersalz und Gartenkräuter, etwas gelbe und grüne Birne. Durch eine gestaffelte Lese vor und nach dem Regen Anfang Oktober konnte Grünhaus recht stabile Mostgewichte und eine gute Reife erzielen. Die Säuren sind immens hoch, liegen bei 8,5 und mehr, das ist für 2022 schon überraschend und berauschend. Der Wein läuft auf einer straffen Säure entlag, viel Salz und fast kalkige Tannine ziehen über die Zunge, mittig bleibt die zitrische Spannung lange stehen. Die Vibration ist schon immens. Schlank, aber doch mit schönem Schub. Die feinen grünhaustypischen Kräuternoten geben eine animierende Bitternis, die etwas an Tonicwater erinnert. Sehr erfrischend und angenehm zitronengrasig-pfeffrig. Da ist richtig Musik drin. 95-96+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2051
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–96+/100
Suckling: 96/100
Mosel Fine Wines: 94/100
Weinwisser: 18/20
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Maximin Grünhaus, Hauptstr. 1, 54318 Mertesdorf, DEUTSCHLAND
Kommentar