Lobenberg: 2022 ist die Premiere für diesen Rosé aus der Linie »Les Becs Fins«, die ja bei Bastien Tardieu immer für unkomplizierten Genuss bei maximalen Trinkspaß zu einem fast unverschämt fairen Preis steht. Mit 70% überwiegend Grenache nebst 20% Syrah, aber auch 10% von der weißen Sorte Vermentino mit im Blend. 20 bis 30 Jahre alte Reben, Ausbau im Beton. Der Wein stammt aus der AOC Luberon an der Südrhône, nahe der Provence. Und diese geografische Nähe macht sich hier auch stilistisch durchaus bemerkbar – schon die Farbe erinnert unwillkürlich an Provence in diesem zarten Rosa. Die Nase brilliert zunächst vor Frische mit feiner Beerenfrucht. Rote Johannisbeere, Himbeere, Walderdbeere, aber auch Netzmelone, Plattpfirsich und Grapefruitschale kommen dazu. Eine Aromatik, die einem vor geballter Frucht schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, dabei aber überhaupt nicht laut ist. Das ist eben kein Rosé im »Pink-Bonbon-Stil«, sondern ein eleganter, subtil-fruchtiger Vertreter seiner Klasse. Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck fort. Fleischige Erdbeerfrucht mit Himbeere und feinem Salz, dazu eine ganz zarte Säureader, die Frische mitbringt und für ordentlich Trinkfluss sorgt. Ganz dezenter Bitterstoff sorgt im Abgang noch für einen gewissen Grip und Textur am Gaumen. Ein durchaus fruchtbetonter Wein, aber eben mit Spannung und Spiel. Überfordert niemanden, wird aber auch nie langweilig. So liebe ich Rosé! 92/100
Grenache 70%, Syrah 20%, Vermentino 10%
rosé, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2028
Verpackt in: 12er
Lobenberg: 92/100
Jeb Dunnuck: 91/100
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Michel Tardieu - Chateauneuf du Pape, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH
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