Lobenberg: Eine der Toplagen in 2022. Die Tardieus sagen, dass Rasteau, Gigondas und die anderen hochgelegenen Dörfer in diesem Jahr den Vogel abgeschossen haben, weil sie einfach nicht so sehr unter der Trockenheit und Wärme gelitten haben. Hinzu kommt, dass die Reben 80 Jahre alt sind und extrem tief wurzeln. Die Nase vom 2022er Rasteau ist reich, aber nicht fett, nur seeehr intensiv. Keinesfalls aggressiv, sondern eher versammelt wie so viele überragende 2022er – voller Harmonie und Balance! Veilchen und schwarze Frucht, ohne Aggression. Sehr schick! Darunter Sanddorn, etwas Orangenabrieb und Holunder, dazu etwas süße Feige, Lakritze, Minze und geflämmtes Fleisch. Beim Mundeintritt ziehen sich die Augen zusammen. Was für eine Intensität in dieser Frische und hohen Mineralität! Schöne Chilischärfe aus den Rappen. Wow, der Gaumen zieht sich zusammen! So intensiv, aber nie aggressiv, sondern voller Harmonie und Balance, mit schwarzer Kirsche, Holunder, Veilchen und Lakritze. Auch wieder diese Honigsüße von reifen Feigen. Viel Samt und Seide – eine wunderbare Fülle und Dichte, ohne, dass der Wein fett ist. Der Trinkfluss ist genial! Dieser Wein erinnert mich sofort an einen der besten Weine der Rhône überhaupt, an Gourt de Mautens, der ihm aber in Sachen Fülle und Dampf voraus ist. Auch wenn dieser Rasteau da nicht heranreichen kann, ist das doch nicht weit entfernt. Und ich verstehe immer mehr, wieso ich Gourt de Mautens immer wieder 100 Punkte geben muss. Auch dieser Rasteau von Tardieu ist einfach extrem gelungen. Harmonie auf einem ganz großen Level. Geschmacksintensität in einer anderen Dimension. Ein Wein für die Freude, der trotzdem jeden anspruchsvollen Trinker überwältigen kann in seiner reichen Frucht und grandiosen Balance. 97-100/100***Der Rasteau von Tardieu wächst überwiegend auf Kalksteinhängen mit blauem und gelbem Lehm im Untergrund auf über 300 Metern Höhe. Hier haben die Reben überhaupt keine Probleme mit der Trockenheit an der Südrhône. 70 Prozent Grenache, 20 Prozent Mourvèdre und 10 Prozent Syrah. Die Grenache-Reben sind 80 Jahre alt, die Syrah und Mourvèdre 40 Jahre. In 2022 mit 14,5 Volumenprozent Alkohol. Die Trauben werden zu einem Drittel nicht entrappt. In den heißen, mediterranen Jahren bringen die Rappen einen Frischevorteil. Die Vergärung erfolgt spontan im Barrique, danach geschieht der Ausbau für zehn Monate in ein- und zweijährigen Barriques. Anschließend für weitere zehn Monate in großen Doppelstückfässern von Stockinger. Die Weine werden nicht geschönt und nicht filtriert, bevor sie in die authentischen Burgunderflaschen gefüllt werden. Seit dem Jahrgang 2020 mit der teuersten Korkvariante von DIAM ausgestattet, die neben Naturkork 100 Prozent natürliche Materialien wie Rizinusöl und Bienenwachs enthält.
Grenache 70%, Mourvedre 20%, Syrah 10%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2051
Verpackt in: 12er
Lobenberg: 97–100/100
Frankreich, Rhone, Gigondas und Rasteau
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Michel Tardieu - Gigondas und Rasteau, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH
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