Lobenberg: Vinsobres ist bisher vielleicht die eigenständigste und am wenigsten entdeckte Region an der Rhone. Der hohe Syrah-Anteil bringt den ganz besonderen Kick, denn hier erhält sich die Eleganz dieser grandiosen Rebe. Nur hier in Vinsobres trifft sich die Nordrhône so perfekt mit der Südrhône. Les Hauts de Julien zeigt ganz hervorragend, zu welcher Größe Terroir beflügelt werden kann, wenn die Familie Perrin ihre Finger im Spiel hat. Erst seit wenigen Jahren vinifiziert die Familie Perrin diese Parzelle auf 400 Metern Höhe separat. Uralte Reben über 70 Jahre. Kühle Lagen, Frische ist das Ziel. Eine unfassbare, unerreichte Intensität in der Nase. Enorm viel Schlehe, würzige Sauerkirsche, aber auch an Süße und Kräutern der Provence. Garrigue, Sandelholz und Sanddorn, schon in der Nase sandiges, feinkörniges Tannin. Satte helle Lakritze dahinter und Milchschokolade, so intensiv! Aber was riecht hier so intensiv spektakulär nach rotschwarzer Frucht? Ja, es sind Cassis und rote Johannisbeere, aber wahrscheinlich ist die Schlehe die Dominante in dieser fruchtigen Nase. Der Mund kann erst gar nicht beschrieben werden, weil sich die Augen zusammenziehen und sich die Zunge rollt. Der Wein hat eine wahnsinnige Frische aus Grapefruit, reifen Waldbeeren und in Zucker gewendeter Orangenzeste. Spektakulär! Langsam kristallisieren sich Himbeere, Cranberry und Sauerkirsche mit süßer Erdbeere heraus, aber Schlehe und Cranberry dominieren. Rote Frucht mit genialer Frische und irrem Schub. Aber die Säure ist ultrazart, nicht spitz, der Wein geht auf keinen Fall zu sehr in die Frische Richtung. Er zeigt ganz im Gegenteil eine große Harmonie. Immens komplex – alles tänzelt in alle Richtungen. Ein ultrakomplexer Vinsobres aus diesen hohen Lagen. Sicherlich ist das die Zukunft der südlichen Rhône. Diese uralten Reben sind der beste Beleg für grandiose Weine aus den anderen Appellationen rund um Châteauneuf-du-Pape. Vinsobres mag sich Stück für Stück aufschwingen, der Primus inter Pares unter den kleinen Appellationen Vacqueyras, Rasteau, Gigondas und eben Vinsobres zu werden. Dieser Hauts de Julien ist spektakulär, wenn man frische Feinheit und multikomplexe, immense Dichte mag, auch wenn er irgendwie auch ein etwas eindimensionaler Blockbuster ist. So viele Facetten um die unikathafte schwarze Frucht herum und einfach ein irres Teil – ganz ohne Frage. Les Hauts de Julien bleibt immer noch DAS Unikat an der Spitze der Appellation auch wenn die Einzellagen von Saint Cosmes Chateau de Vinsobres inzwischen eng aufschließen. 98-100/100
Syrah 70%, Grenache 30%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2055
Verpackt in: 6er OHK
Lobenberg: 98–100/100
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Perrin / Beaucastel, La Ferriere - Route de Jonguières, 84100 Orange, FRANKREICH
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