Lobenberg: Nach dem Erstling aus 2020 ist der 2022er der direkte Nachfolger des seltenen Hendelberg Kabinett, das es nur in wenigen Jahren gibt. Nur wenn die Erntemenge einigermaßen gut ist, vor allem auch für die trockenen, ernten Kühns ein bisschen was für ein Kabinett heraus. Und wenn der Jahrgang passt – und das tut er 2022 auf jeden Fall, das war an der Mosel auch schon die klare Tendenz. Sehr weit durchgegoren auf nur 25 Gramm Restzucker, die sich fast wie 15 anfühlen dank der extrem hohen Frische. Trink sich feinherb, die Süße wird einfach vom Stein und den Kräutern überrollt und weggespült. Kandierte Zitruszesten, Lemongrass und Bergwiesenheu. Ein ausgesprochen feingliedriges Kabinett und der Zug ist atemberaubend, superstraight, läuft nur geradeaus. Das Besondere an den Prädikatsweinen von Peter Bernhard Kühn ist, dass er sie immer recht weit durchgärt. Ganz im Sinne der Klassik eines Egon Müller oder Hans Günther Schwarz für Müller-Catoir. Animation, Trinkfluss und Leichtfüßigkeit müssen vor üppiger Süße stehen. So kommt richtig Freude auf und die Mineralität wird nicht verdeckt. 95-96+/100
Riesling 100%
weiß, süss
10,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2033
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–96+/100
Galloni: 92/100
Deutschland, Rheingau
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Peter Jakob Kühn, Mühlstraße 70, 65375 Oestrich Winkel, DEUTSCHLAND
Kommentar