Lobenberg: Spontan vergoren inklusive Malo, Ausbau im Fuder. Florian hat sich entschieden keine Entsäuerung anzuwenden im kühlen Jahrgang, sondern stattdessen die Fuder durch eine spontane Malo laufen zu lassen. Reinhard Löwenstein ist genauso verfahren. Sehr feine Nase, gar nicht laut, keine Exotik dieses Jahr, läuft komplett auf europäischer Frucht, sehr kühl, geschliffen, ruhig. Eine Kupp der leiseren Töne in 2021. Sehr klar, Zitronengras, grüne Birne, Brennnesseltee, dann eine ganz feine, sehr delikate hellgelbe Frucht. Auch im Mund wird man von dieser Finesse und Zartheit der Kupp erstaunt, feingliedrig, fast schwebend leicht in der Anmutung, aber doch mit gutem Punch in der Mitte. Es mangelt nicht an Konzentration, ist aber dennoch ganz zart in der Mineralität, die Salzigkeit kriecht ganz langsam an den Zungenrändern hoch. Die Augen werden schmal, aber alles ganz leise, tänzelnd, grüne Aprikose, straff und geradlinig. Die Kupp war lange nicht mehr so unendlich fein und so klassisch Saar wie dieses Jahr. Ich mag das sehr gerne, aber es ist eher für Understatement-Trinker, kein Blockbuster, nur Finesse. 95-97/100
Riesling 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2048
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–97/100
Galloni: 95/100
Suckling: 94/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Peter Lauer, Trierer Straße 49, 54441 Ayl / Saar, DEUTSCHLAND
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