Lobenberg: Rings ist einer der drei Topwinzer im Saumagen, neben Philipp Kuhn und Koehler Ruprecht. Kalkmergel auf Kalksteinfels, viel pures Gestein. Die Weinberge von Rings liegen im südlichen und östlichen Teil des Saumagen. Der Wein wird natürlich spontan vergoren und verbleibt bis zur Füllung im August auf der Vollhefe. Ausbau komplett im Stückfass und Halbstückfass, kein Edelstahl mehr. Komplett durchgegoren auf quasi null Zucker. Im GG haben wir in diesem Jahr nur die Selektion aus den Hangstücken, die besser Wasser versorgt sind. Dadurch gibt es leider aber auch weniger Menge. Die Nase ist fast nur steinig und reduktiv, dicht und rauchig, dann ganz leicht kräuterig untermalt mit Salbei und getrockneten Wiesenkräuter. Dicht verwobene Struktur und ordentlich Schub. Dann kommen reife Zitrusnoten und Quitte, alles sehr spannungsgeladen mit grandioser Kühle und Eleganz, in der Dichte sehr ähnlich zu 21 aber das ist 2022 einfach balancierter und nicht ganz so extrem, etwas offener. Tolle Würze. Es hat eine Balance und Geschmeidigkeit durch den Kalkstein. Viel helles Gestein, Kreidestaub, dunkel und rauchig im Kern. Die Nase kommt feinziseliert und schlank aus dem Glas, mineralisch unterlegt, viel helles Gestein. Andy und Steffen Rings legen wenig, oder besser gesagt gar keinen Wert auf Primärfrucht. Wahnsinnige Länge am Gaumen, die einfach krachend salzig ausklingt. Stylisch und elegant. Rings ist kompromisslos klar und so unfassbar gut in den letzten Jahren. Der Saumagen braucht in seiner phenolischen Intensität immer einige Jahre Zeit, aber kommt insgesamt eben etwas freundlicher daher als sein Vorgänger in 2021. 98-99+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2029–2055
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 98–99+/100
Lobenberg in Wiesbaden: 99–100/100
Parker: 96/100
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Rings, Dürkheimer Hohl 21, 67251 Freinsheim, Deutschland
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