Lobenberg: Dieser Wein war vorher Bestandteil des Centgrafenbergs, der dann geteilt wurde in einen Teil Großes Gewächs sowie den anderen Teil, der jetzt in den Bürgstadter Berg heißt. Der Bürgstadter Berg ist also der Rahmen, in dem das Centgrafenberg GG liegt. Alles in extremer Hanglange auf rotem Buntsandstein. Nach der Lese werden die Trauben nur ganz kurz als Ganztraube angequetscht mit den Füßen und sofort abgepresst. Es gibt also keine Standzeiten, keine Phenolik oder Rappenwürze über diesen Weg. Es geht bei Fürst um Puristik und Klarheit beim Riesling. Ausbau in einem alten 1550 Liter Holzfass, das Fürst mal hat anfertigen lassen. Die Entscheidung die Rieslinge so zu erzeugen ist eine reine Stilfrage. Da wir hier auf dieser extremen Feinheit des roten Buntsandsteins liegen, ist die Puristik der Frucht im Vordergrund. Wir sind in diesem Wein einen Quantensprung über dem Riesling »pur mineral«, obwohl der auch schon extrem gut ist. Aber die mineralische Textur, dieser samtige, aufregende Druck, der hier kommt, ist schon eine andere Hausnummer. Schon in der Nase etwas gesetzter, ein bisschen mehr reduktive Spannung und weniger anspringende Frucht. Sebastian Fürst war mal mit Cornelius Dönnhoff in seinen Weinbergen unterwegs und stand vor dem Höllenpfad im Mühlenberg und war völlig baff: »Der sieht ja aus wie mein Bürgstadter Berg!«. Und tatsächlich sind sich die Weine relativ ähnlich im Stil. Grapefruit und Nektarine sind klassisch für diesen Boden, das Schiebende aus dem warmen Stein, die kernigen Gerbstoffe. Wenn man es nicht wüsste, man käme hier kaum auf ein heißes Jahr, so kühl und saftig ist der Riesling. 94-95/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2038
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94–95/100
Gerstl zu 2021: 19/20
Deutschland, Franken
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Rudolf Fürst, Hohenlindenweg 46, 63927 Bürgerstadt, DEUTSCHLAND
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