Lobenberg: Natürlich steht auch der Centgrafenberg im Bürgstadter Berg. Ist also umgeben von der Ersten Lage und die GG-Parzellen sind die Filets. Der Wein wächst komplett auf Buntsandstein mit Eisenanteil. Das macht die Würze dieser Weine aus. Genau wie die Erste Lage als Ganztraube sofort gequetscht mit den Füßen und abgepresst, keine Standzeiten. Vergärung erfolgt spontan. Ausbau in einem alten Doppelstückfässern von 2400 Litern, mehr gibt es nicht. Schon die Nase zeigt diese intensive Würze des roten Gesteins, Bockshornklee, Orangenschale, Mandarine und Kumquat. Eine einnehmende, steinige Wärme liegt darüber, wie sie typisch ist für viele Weine auch von der Nahe, wie der Felsenberg, der Roxheimer Höllenberg. Der Centgrafenberg zeigt initial keine laute Frucht, drückt sich eher in feinen Tönen aus. Er hat zwar schon einen gewissen Fruchtdruck, aber keinerlei Üppigkeit. Nur kristallin und steinig-würzig. Wie kann dieses heiße und trockene Jahr so klassisch und ausgewogen schmecken? Erinnert an harmonische, warme Jahre wie 2012 oder 1999, die totale Klassik. Auch wenn es paradox klingen mag nach einem der trockensten Jahre ever in Deutschland, aber das ist ein totaler feiner, in sich stimmiger, in keinster Weise extremer. Das ist wirklich ein grandioser Stoff und ich bin jedes Mal wieder aufs Neue verblüfft, wie Fürst in weiß wie rot so sehr brillieren kann. Ein Betrieb, den nichts erschüttert, der jedes Jahr liefert, der jedem Jahrgang das beste abringt und seelenruhige und doch aufregende, fesselnde Weine erzeugt. Zeitlos gut und 2021 wird wohl fantastisch reifen. 96-97+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2043
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–97+/100
Weinwisser: 18/20
Jancis Robinson: 17,5+/20
Deutschland, Franken
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Rudolf Fürst, Hohenlindenweg 46, 63927 Bürgerstadt, DEUTSCHLAND
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