Lobenberg: Das Goldloch steht auf Kieselstein und Lehm, über Urgestein aus der Permzeit. Dieses Urgestein ist vor Jahrmillionen unter hohem Druck als Presskonglomerat aus verschiedenen Steinen, Erden und Sänden entstanden. Harter Pressfels und ein steil abfallender Hang. Und in diesem wurzeln dann die Reben des Goldloch. Das Gestein ist letztlich auch die Ursache für die Art der Nase: Immer rauchig, sehr würzig. Die Machart bei Diel, seit Carolin das Zepter übernommen hat: Kurzes Anquetschen, dann maximale Maischestandzeit von zwölf Stunden auf der Presse. Abpressen, spontane Vergärung im Holz. Der Ausbau geschieht komplett in Stückfässern. Die Nase wirkt fein und kristallin, zeigt keine Opulenz, die man dem Jahrgang vielleicht zutrauen mag. Aber es ist total kühl und fein. Die Nahe brilliert in 2022 wieder so sehr wie in 2021, aber anders. Diese zugängliche Finesse und etwas größere Rundheit als 2021 ist die Quadratur des Kreises für die Nahe in diesem Jahr. Es ist einfach wunderbar balanciert. Aber doch mit einer gewissen Kompaktheit, die sich erst langsam entfaltet. Orangenschale und weißer Pfeffer, etwas Piment und sehr viel Graphit. Durch den Mund drückt unglaublich viel warmer Stein, wow, so viel Struktur und Tanningrip. Die Mineralität beißt sich am Gaumen fest. Grüne und reife Mandarine im Mund, dazu Tonic und Limette. Minzig-frisches Finale mit kristalliner Eleganz. Länge ohne Ende, super! 96-98/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2052
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–98/100
Lobenberg in Wiesbaden: 97–98/100
Suckling: 96/100
Deutschland, Nahe
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Schlossgut Diel, Burg Layen 16, 55452 Rümmelsheim, DEUTSCHLAND
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