Lobenberg: Tim Fröhlichs Grauburgunder S stammt von selektiv ausgewählten Trauben mit perfekter Gesundheit und voller Reife. Der Wein wächst auf Rotschiefer- und Quarzit-Böden und in 2022 sogar ein bisschen vom Porphyrfels. Immer früh gelesen im typischen Fröhlich-Stil. Aber Tim sagt, dass die Phenolik das Wichtigste ist bei Grauburgunder. Er liest zwar früh, aber nie so früh, dass es karg oder unreif ist. Spontane Vergärung auf 1 Gramm, also knalltrocken, aber trotzdem ist es schmelzig. Tim lässt einen Part des Grauburgunders auf den Schalen mazerieren für ein paar Stunden, den Rest baut er ganz zart und fein aus. Für ihn ist die Balance am Größten, wenn er diese beiden Teile cuvetiert, dann gibt es einerseits viel Finesse und dennoch Rundheit und schöne Grauburgunderaromatik. Der 2022er ist ein Grauburgunder im Fröhlich-Stil, kühl, fast schlank, mit fein eingebundenem Holz. Der Ausbau geschieht in Tonneaux und hälftig in Edelstahl. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es hier einen höheren Holzanteil, das gibt dem ganzen schon einen guten Druck und nimmt ihn noch mehr weg von der Frucht. Er hat nur dezente Anklänge von Augustapfel, Haselnussgrün, weißer Pfirsich. Die Salzigkeit vom Vulkangestein kommt durch, das ist schon nicht nur easy drinking, sondern hat schon Zug und Anspruch. Athletisch und frisch ausgelegt, aber mit sattem Druck aus dem Holz. Tim Fröhlichs Weine sind schon ziemlich hintersinnig und einmalig. Sehr schöner Stoff. 93-94/100
Grauburgunder 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2038
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 93–94/100
Suckling zu 2021: 94/100
Parker zu 2021: 93/100
Deutschland, Nahe
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Schäfer Fröhlich, Schulstraße 6, 55595 Bockenau / Nahe, DEUTSCHLAND
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