Lobenberg: Der Königsbacher Ölberg ist Seckingers südlichster Weinberg an der Mittelhaardt. Nach Südosten ausgerichtet, wurzeln die über 30 Jahre alten Reben hier auf einem Gemisch aus Buntsandstein, Kalk und Kalkmergel. Die Lage kennen wir unter anderem auch von Christmann. Keine Maischestandzeit, sondern Ganztraubenpressung, anschließend wie auch die anderen Lagenweine im gebrauchten Tonneau vergoren mit langem Hefelager. In der Nase sehr dicht und konzentriert, Brioche, Nussbutter, im ersten Moment erinnert er etwas an den Langenmorgen, wirkt aber fruchtoffener und wärmer. Feine gelbe Frucht von reifem Steinobst, auch eingelegte Zitronen, angeschlagener Apfel, reife Birne und Quitte. Insgesamt etwas charmanter und schmelziger wirkend als die anderen Lagenweine von Seckinger. Am Gaumen mit pfälzer »Schlotzigkeit«, also mit viel Saft, aber auch präzisem Säurekern, der die Frucht gut trägt. Mandarine, fleischiger gelber Pfirsich, wieder leichte Anklänge von Apfel. Sehr hohe Intensität, aber dabei so leichtfüßig und animierend. Geniale Länge und Struktur. Viel salzige Kalksteinmineralität drückt hier noch nach, die dann ins leicht cremige umschwingt. Man könnte meinen, hier einen Chablis Cru im Glas zu haben. Ein genialer, spannungsgeladener und auch irgendwie ungewöhnlicher Riesling, der eindrücklich beweist, dass Power nicht über Alkohol kommen muss. Sehr feiner Stoff! 94-95/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2040
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94–95+/100
Parker: 92+/100
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Seckinger, Hintergasse 26, 67150 Niederkirchen, DEUTSCHLAND
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