Lobenberg: Diese tiefe, balsamische Würze in der Nase ist wirklich verblüffend. Das ist wie 50 Jahre alter Balsamicoessig! Ohne jede Spur von Volatilität, aber so wunderbar würzig. Die Intensität ist berauschend mit dieser schwarzen Frucht und dieser dichten, balsamischen Würze untendrunter, mit dieser satten Lakritze! Cassis, Feige, Datteln, Speck, konzentrierte Brombeere, Blaubeerschalen, Teer. Trotzdem ist der Wein nicht fett. Dieser 2022er ist meines Erachtens zwar nicht besser als 2021, aber mit all seiner Wucht etwas seidiger und etwas eleganter und feiner, weniger rustikal. Der ausgewogenste Wein der ganzen Serie ist sicherlich der Victorino, bei dem einfach alles passt, der einfach so köstlich ist. Der Alabaster ist eher ein Wein zum Niederknien, zum Anbeten, mit einer genialen Konzentration! 99-100/100***Der Alabaster stammt von drei verschiedenen Parzellen mit 100 Prozent wurzelechten Tempranillo-Reben auf sandigen Böden und etwas Kieseln in 700 bis 900 Metern Höhe. Ein Terroir, das an Châteauneuf-du-Pape „La Crau“ erinnert und die Wärme perfekt speichern kann. Die Rebstöcke sind zwischen 110 und 120 Jahre alt und stehen in Nordexposition. Insgesamt gibt es nur 4.000 Flaschen. Im Weingut werden die Trauben mit einem irren Aufwand per Hand entrappt, die Maische anschließend recht lange kaltmazeriert und später in offenen Edelstahlbehältern vergoren. Die Pigeage wird mit den Füßen durchgeführt, wir haben also eine extrem sanfte Extraktion. Es wird nichts gepumpt, alles wird mit Schwerkraft bewegt. Ausgebaut wird der Wein für 18 Monate in 100 Prozent neuen französischen Barriques und Tonneaus.
Tempranillo 100%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2032–2073
Verpackt in: 4er Koffer
Lobenberg: 99–100/100
Spanien, Toro
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Teso La Monja, Paraje Valdebuey, 49882 Valdefinas - Zamora, SPANIEN
Kommentar