Lobenberg: Wie macht der Jesuitengarten das, dass er immer so elegant rüberkommt? Direkt nach dem extrem lauten und wilden Ungeheuer probiert, muss man sich hier wieder neu justieren, weil es so sehr zur Feinheit, zum mozart-artigen Ausdruck zurückgeht. Kristallin und mit unendlichem Feinschliff, das Holz perfekt verwoben, einfach weggelasert von der Pikanterie des Jahres 2021. Die Nase hat so ein verführerisches, mineralisches Spiel, aber total anders als beim Rauchmonster Ungeheuer. Es ist leiser, hintersinniger, mehr in einer Art Quartz- oder Kieselsteinausprägung. Klar wie ein Gebirgsbach, glockenhell, Bleistiftabrieb, grüne Mandarine, Orangen- und Apfelblüten, Pistazien und geschälte Mandel. Ich mag dieses ultraschicke, diese Gentleman-like zurückgenommene Eleganz des Jesuitengarten. Kein Schreihals, sondern elegant ganz oben mitspielend, ohne große Glocke. Er kann nie ganz mit dem Pechstein mit, der immer mehr beeindruckt, der macht einfach mehr Musik. Aber Jesuitengarten ist so animierend und ziseliert mit seiner fast kreidigen Mineralität. Wie immer extrem gut. Der Understatement-Riesling von Winning, es ist am Ende eben wieder die große Eleganz aus Forst. 96-98/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2052
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96–98/100
Gerstl: 20+/20
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: von Winning, Weinstr. 10, 67146 Deidesheim, DEUTSCHLAND
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