Lobenberg: Seit Richard Grosche mit an Board ist bei Wegeler hat sich der Stil des Hauses zum positiven verändert – 2021 ist der erste Jahrgang bei dem das dann auch direkt deutlich wird. Es geht schon ein klein wenig in die alte buhl’sche Stilistik unter Grosche-Kauffmann, also trockener, schlanker, präziser und lägerer Hefekontakt ohne Schwefel. Unter 4 Gramm durchgegoren, auch hier mutiger. Es ist schon im ersten Jahr ein klarer Stilwandel zu erschmecken und auch höhere Präzision und zugleich etwas mehr Laissez-faire. Das ist schon erstaunlich. Der Geisenheimer Rothenberg ist eine der Spitzenlagen des Rheingaus. Er sitzt direkt oberhalb der renommierten Weinuni. Taunusquarzit versetzt mit rotem Tonschiefer. Im Rothenberg wurden schon mit die höchsten Mostgewichte Deutschlands als Trockenbeerenauslese geerntet. Die Nase ist so archetypisch Rheingau-Riesling, dass sie für jede Master of Wine Prüfung Parade stehen könnte. Dichte, saftig-gelbe, aber ebenso stahlig-frische Aromatik von Bergamotte, Orangen und Orangenblüten, Melisse und etwas Schießpulver darüber. Ein Mineralausdruck, der an Eisen und feuchten Lehm denken lässt. Der Fruchtausdruck ist dezent, die Mineralität steht, der Stein ist vorne. Dieser Eindruck bestätigt sich dann ganz klar auch am Gaumen, wo sich der Wein mit eleganter Textur und feinen Kräuternuancen ausbreitet. Die Länge des Abgangs und die nachschiebende gelbliche Frucht ergeben ebenfalls ein furioses Finale, das keine Gefangenen macht. Ein ausgesprochen schicker Terroirwein aus dem Rheingau. Nochmal ein klarer Sprung zum eh schon sehr guten 2020er, Chapeau! 97+/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2050
Verpackt in: 6er OHK
Lobenberg: 97+/100
Suckling: 97/100
Galloni: 95/100
Deutschland, Rheingau
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingüter Geheimrat J. Wegeler GmbH & Co. KG, Friedensplatz 9-11, 65375 Oestrich-Winkel, DEUTSCHLAND
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