Lobenberg: Aus dem Filetstück des eisenhaltigen Schieferhangs von Brauneberg, uralte Reben aus einem der Top-Flurstücke der Sonnenuhr. Fantastisches goldgelbes Traubenmaterial. Spontan vergoren und im alten Moselfuder ausgebaut. Abfüllung im Sommer 2021. Das Weingut ist zwar kein VDP-Mitglied, aber über den Bernkasteler Ring dürfen sie ebenfalls GG erzeugen, solange sie exakt dieselben Richtlinien einhalten und erfüllen wie die VDP‘ler. Erfrischend schlank im Alkohol und auch ansonsten ein urtypischer, so sehr klassischer Moselriesling. Diese Klassik beherrscht kaum ein Betrieb so sehr wie Familie Richter. Saftige, offenherzige, würzig-gelbe Frucht, archetypisch Brauneberg. Reineclauden, Quitte, gebackener Apfel, frisch aufgewühltes Erdreich und herb-stahlige Mineralität. Schon der Duft animiert wie zum Reinbeißen in einen saftigen Sommerapfel. Im Mund explodiert die erdige Gelbfruchtigkeit dann auf der Zunge. Druck und Schub aus Pfirsich und Nektarine, total reife, fein integrierte aber unterschwellig vibrierende Säurespur. Das Ganze ist auf eine bemerkenswert feste, druckvolle Struktur gebaut. Der Wein steht wie eine Eins am Gaumen und weigert sich auch beharrlich den Mundraum wieder zu verlassen. Gelbe Früchte, erdig-salzige Mineralität, griffige Gerbstoffe alles rollt im Nachhall wieder und wieder durch. Geht Moselriesling aus Brauneberg noch klassischer? Aber das schöne ist, neben der Treue zum Terroir der Region eben auch diese saftige Köstlichkeit. Trotz seiner beeindruckenden Struktur und Länge, ist das ein süffiger, köstlicher Riesling aus der Sonnenuhr. Chapeau! 96/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2042
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 96/100
Suckling: 95/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Max Ferd. Richter, Hauptstraße 37/85, 54486 Mülheim/Mosel, DEUTSCHLAND
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