Lobenberg: Eine sehr besondere Lage, die ich auch vor kurzem erst besser kennenlernen durfte, dabei sitzt sie am gegenüberliegenden Moselufer des Grand Cru Gürtels der Brauneberger Juffer und Juffer-Sonnenuhr, auf der Mülheimer Seite. Dass sie weniger bekannt ist, liegt nur daran, dass sie nur wenige Hektar groß und ein Quasi-Monopol der Familie Richter ist. Die Nase ist hier etwas anders und der Wein fällt insgesamt ein bisschen aus der Reihe der klassischen Mittelmosel, denn die Südlage hat einen deutlich quartzhaltigen Boden und nur wenig Grauschiefer. 2022 ist ein richtiges Kabi-Jahr! Denn es ist reif, aber dennoch recht schlank. Der Elisenberg ist immer etwas kühler als Brauneberg, dazu umwaldet. Der Wein hat analytisch die höchste Säure bei Richter, aber durch den Quartz kommt es so gepuffert und geschmeidig, wirkt immer etwas runder. Die Frucht ist satter, Mirabelle, grüne und gelbe Birne, Orange und Grapefruit. Saftig, balanciert, cremig und frisch. Was für ein schickes Kabinettjahr, weil es feinfruchtig, leicht und verspielt ist, aber dennoch viel Fruchtdruck hat. Ein paar weiße Blüten dazu. Einfach schön. 94/100
Riesling 100%
weiß, süss
7,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2047
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 94/100
Parker: 93/100
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Weingut Max Ferd. Richter, Hauptstraße 37/85, 54486 Mülheim/Mosel, DEUTSCHLAND
Kommentar