Lobenberg: Philipp hatte die Chance an grandiose Lagen von Sankt Antony zu bekommen, Orbel und Ölberg. Also alles potenzielle GG-Trauben aus denen Philipp diesen Kracher-Ortswein macht. Unglaublich niedriger Ertrag, ein hochkonzentrierter Saft. Wir haben den rötlichen Einschlag von Nierstein vom Tonschiefer im Duft. Warmer Sandstein, Nektarine, Orangenabrieb, viel Grapefruit. Total anders in die Nase strömend, das fällt immer etwas aus der Reihe, wenn man hier bei Wittmann probiert. Es ist eben Tonschiefer und nicht wie sonst mit Wittmann verbunden Kalkstein. Alles verändert sich und doch hat es diese ultrapräzise Handschrift von Philipp Wittmann. Trotzdem diese grandiose und säurebeladene Frische, wie man sie eher aus den 1990ern kennt. So viel Grapefruit und Meersalz, wow, die Augen werden schmal. Der 2022er Niersteiner ist wirklich eine Wucht, er hat so unglaublich viel Zug und Druck. Die steinigen Gerbstoffe ziehen an den Backen, wow, was für ein struktureller Druck, was für eine fantastische, mitreißende Power. Das ist ganz klar GG-Material, das zieht nahezu jeden Ortswein in Rheinhessen die Butter vom Brot, da gibt es überhaupt keine Frage. Dichte, Elektrizität, würzige rote Frucht, alles verdichtet und kanalisiert ins Finale ziehend, das keine Gefangenen macht. Ein irrer Stoff mit so viel struktureller Schubkraft. Wahnsinnig intensiv und doch elegant. Ein Wittmann eben! 95-96/100
Riesling 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2041
Verpackt in: 6er
Lobenberg: 95–96/100
Suckling: 94/100
Parker: 93/100
Deutschland, Rheinhessen
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
Abfüller / Importeur: Wittmann, Mainzer Straße 19, 67593 Westhofen, DEUTSCHLAND
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